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Studie

Deutliche Fortschritte bei kommunaler Wärmeplanung 29.08.2025, 11:14 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

BERLIN (dpa-AFX) - Bei der kommunalen Wärmeplanung in Deutschland gibt es aus Sicht eines Bundesinstituts Fortschritte. Fast die Hälfte aller Städte und Gemeinden in Deutschland hätten damit begonnen, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen, heißt es in einer Analyse des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung mit Stand Anfang Mai. 4,5 Prozent der Kommunen hätten ihren Wärmeplan bereits abgeschlossen.

Laut Analyse leben rund 66 Prozent der Bevölkerung in Gemeinden mit begonnener Wärmeplanung, weitere 16 Prozent in Gemeinden mit bereits fertigen Plänen. "Gemessen an den gesetzlichen Fristen ist dieser Stand als deutlicher Fortschritt zu bewerten", so das Bundesinstitut.

Die "Wärmewende" im Gebäudesektor sei eine Schlüsselaufgabe, um Klimaziele zu erreichen. In den kommenden Jahren werde es nicht nur auf die flächendeckende Erstellung von Wärmeplänen, sondern insbesondere auf die Qualität und die notwendige Umsetzbarkeit ankommen, hieß es. "Entscheidend wird sein, inwiefern Wärmepläne als tragfähige Grundlage für konkrete Maßnahmen dienen und damit wirksam zur Umsetzung der Wärmewende beitragen können." Die Umsetzung der Wärmeplanung sei mit erheblichen Investitionen der Kommunen verbunden.

Größere Kommunen müssen nächstes Jahr Wärmepläne vorlegen

Anfang 2024 trat die umstrittene Reform des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) - auch als Heizungsgesetz bezeichnet - in Kraft. Das Gesetz sieht generell vor, dass von 2024 an jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Das gilt aber zunächst für Neubauten in einem Neubaugebiet. Für bestehende Gebäude und Neubauten außerhalb von Neubaugebieten gibt es Übergangsfristen.

Parallel zur GEG-Reform sieht ein Gesetz Verpflichtungen der Gemeinden für eine Wärmeplanung vor. Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen ihre Wärmepläne bis Mitte 2026 vorlegen, kleinere Kommunen haben bis 2028 Zeit. Hauseigentümer sollen dann Klarheit haben, ob sie zum Beispiel an ein Fernwärmenetz angeschlossen werden oder ob sie sich bei einer neuen Heizung um eigene dezentrale Lösungen kümmern sollen - also zum Beispiel eine Wärmepumpe./hoe/DP/mis

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