Studie sieht mögliche Olympische Spiele als 'Katalysator für Münchens Zukunft' 13.10.2025, 12:16 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Eine Studie im Auftrag der Stadt sieht die umstrittene Olympiabewerbung und mögliche Spiele als "Katalysator für Münchens Zukunft". Nicht die Spiele selbst, sondern die damit verbundenen Infrastruktur- und Stadtentwicklungsprojekte brächten den entscheidenden Mehrwert, heißt es vom Referat für Bildung und Sport. Es hatte die Kurzanalyse bei der insbesondere auf Mobilitätsthemen spezialisierten MCube Consulting in Auftrag gegeben. Die Stadt will sich um künftige Spiele bewerben, noch bis zum 26. Oktober läuft ein Bürgerentscheid darüber.

Die Untersuchung beschäftigte sich mit 18 größeren Maßnahmen im Zusammenhang mit der Bewerbung. 13 davon seien wichtig für Münchens Zukunft und mit den Spielen könnten sie mit höherer Wahrscheinlichkeit und schneller umgesetzt werden, heißt es. "Olympia wäre vor allem ein Beschleunigungsprogramm für die richtigen Projekte." Unter anderem nennt die Studie in diesem Zusammenhang den Ausbau der Trambahn, neue Radschnellwege oder die Entstehung eines olympischen Dorfs.

Sportstätten haben nur begrenzte Effekte

"Die Ergebnisse sind eindeutig: Während Sportstätten nur begrenzte Effekte haben, sind es die Investitionen in Verkehr, Infrastruktur und Stadtgestaltung, die München wirklich transformieren können", sagt Oliver May-Beckmann von MCube. "Wenn Olympia diese Projekte beschleunigt, entsteht ein langfristiger Gewinn - wirtschaftlich, ökologisch und gesellschaftlich."

Auch Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) sprach sich erneut für die Spiele aus: "Wir wollen München und unser Verkehrssystem fit für die Zukunft machen - und die Olympischen Spiele können uns dabei entscheidend helfen. Viele der Projekte, die München ohnehin braucht, können mit Olympia schneller realisiert werden. Das haben wir geahnt, die Ergebnisse von MCube Consulting bestätigen es nun eindrucksvoll."

Große Institute sehen nur wenig wirtschaftliche Auswirkungen

Wie sich Olympische Spiele wirtschaftlich auswirken, ist umstritten. Auch die Gegner einer Bewerbung argumentieren mit ökonomischen Folgen. Antworten der renommierten Wirtschaftsforschungsinstituten Ifo, IWH, RWI Essen und DIW auf einen Fragenkatalog der dpa hatten zuletzt eher kein großes wirtschaftliches Potenzial in einer Olympiaausrichtung gesehen. So hieß es unter anderem vom Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW): "Die gesamtwirtschaftlichen Effekte sind meist begrenzt und oft überschätzt." Zudem seien sie selten nachhaltig.

Skeptisch waren die Wirtschaftsforscher auch bei den Kostenschätzungen: "Realistisch ist, dass Olympia auch heute deutlich teurer wird, als ursprünglich veranschlagt", hieß es beispielsweise vom Ifo. Zudem halten einige Forscher auch negative Auswirkungen, wie vorübergehend steigende Preise oder eine Verknappung von Wohnraum und anziehende Mieten für möglich.

Allerdings hatte beispielsweise das RWI Essen auch darauf hingewiesen, dass zusätzliche Investitionen in Infrastruktur wachstumsfördernd sein könnten, insbesondere, wenn zentrale Probleme behoben würden, die ohne Olympia nicht adressiert worden wären./ruc/DP/zb

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer