Wadephul-Kritik an China vor Besuch in Japan und Indonesien 17.08.2025, 14:15 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

HAMBURG (dpa-AFX) - Außenminister Johann Wadephul hat China zum Start seiner Reise nach Japan und Indonesien für dessen zunehmend aggressives Auftreten in der Straße von Taiwan und im Ost- und Südchinesischen Meer kritisiert. "Hier stehen Grundregeln unseres weltweiten Miteinanders auf dem Spiel", warnte der CDU-Politiker vor dem Abflug. Das habe auch Auswirkungen auf Europa. Dem stelle man sich durch den Einsatz "für eine internationale Ordnung entgegen, die von der Stärke des Rechts und für alle verbindlichen Regeln getragen wird".

Wadephul will am Montag in der japanischen Hauptstadt Tokio Ministerpräsident Shigeru Ishiba, Außenminister Takeshi Iwaya sowie mehrere für Wirtschaftsbelange zuständige Minister treffen. Zudem ist eine Rede bei einer Friedensstiftung geplant. "Unsere Freiheit, unser Wohlstand und unsere Sicherheit - die Ziele, die mich als Außenminister leiten - entscheiden sich nicht allein in Europa. Sie entscheiden sich gerade auch im Zusammenspiel mit starken Partnern weltweit", sagte der Minister zum Ziel seiner Reise.

Wadephul betont Bedeutung freier Seewege

"Im Indopazifik entscheidet sich ganz maßgeblich, wie sicher die Freiheit der Seewege, globaler Lieferketten und damit die Wirtschaftsentwicklung der ganzen Welt bleibt", sagte Wadephul. Dies sei von herausragender Bedeutung für große exportierende Volkswirtschaften wie Deutschland und Japan, aber auch für aufstrebenden Partner in der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean wie Indonesien. Am Mittwoch will der Minister Indonesien besuchen.

China fordere die Volkswirtschaften Deutschlands und Japans mit unfairen und marktverzerrenden Handelspraktiken heraus, kritisierte Wadephul. Zudem verunsichere die Zollpolitik der USA Unternehmen in Europa und Asien. Deutschland trete mit Schlüsselpartnern wie Japan und Indonesien für Wirtschaftsbeziehungen ein, die auf freien Handel, Wettbewerb und Fairness bauen würden.

Mit kaum einem Land im indopazifischen Raum verbinde Deutschland so viel wie mit Japan, ergänzte der Minister. "Uns einen Werte und Interessen - und wir sind mit den gleichen massiven Herausforderungen konfrontiert, die unsere freiheitliche Art zu leben in Frage stellen." Japan gehört wie Deutschland zur G7-Gruppe von Ländern wirtschaftsstarker Demokratien, zu denen auch Frankreich, Italien, Kanada, die USA und Großbritannien zählen.

Forderung nach gerechtem Frieden in der Ukraine

Wie eng die Sicherheit Deutschlands und Japans verknüpft sei, zeigten Chinas und Nordkoreas Unterstützung für Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine, sagte Wadephul. Die intensiven europäischen und US-Friedensbemühungen müssten auf den Weg zu einem gerechten Frieden führen, der grundlegende Sicherheitsinteressen der Ukraine und Europas wahre. Ausdrücklich dankte er Japan für dessen anhaltende Unterstützung der Ukraine./bk/ln/DP/he

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer