Weltweit erstmals mehr Strom aus Erneuerbaren als aus Kohle 07.10.2025, 13:20 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

LONDON (dpa-AFX) - Erstmals ist im ersten Halbjahr 2025 weltweit mehr Grünstrom als Kohlestrom produziert worden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Denkfabrik Ember. Demnach stieg die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast acht Prozent auf 5.072 Terawattstunden. Die Verstromung von Kohle ging währenddessen um knapp ein Prozent auf 4.896 Terawattstunden zurück.

Der Anteil der Erneuerbaren am globalen Strommix habe sich damit auf 34,3 Prozent erhöht, so die Ember-Experten. Der Kohleanteil sei auf 33,1 Prozent gesunken. Zum Vergleich: In Deutschland wurden laut Statistischem Bundesamt im ersten Halbjahr rund 220 Terawattstunden Strom erzeugt, davon 62 Prozent aus Erneuerbaren und 21 Prozent aus Kohle.

Solar- und Windenergie übertreffen Nachfragewachstum

Die weltweite Stromnachfrage sei im ersten Halbjahr 2025 um 369 TWh gestiegen. "Dieser Anstieg wurde mehr als ausgeglichen durch die Zunahme der Solarstromerzeugung (plus 306 TWh) und der Windstromerzeugung (plus 97 TWh)", heißt es in der Studie. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft sei deutlich zurückgegangen, die aus Bioenergie leicht gesunken. Aus Kernenergie ist demnach etwas mehr Strom erzeugt worden, während die fossile Stromerzeugung aus Kohle, Gas und Öl leicht zurückging.

China war der Studie zufolge für 55 Prozent des weltweiten Solarwachstums verantwortlich, gefolgt von den USA (14 Prozent), der EU (12 Prozent), Indien (knapp 6 Prozent) und Brasilien (gut 3 Prozent).

Ember-Experten sehen Anzeichen für Wendepunkt

"Wir erleben die ersten Anzeichen eines entscheidenden Wendepunkts", erklärte Ember-Stromanalystin Ma?gorzata Wiatros-Motyka. "Solar- und Windenergie wachsen inzwischen schnell genug, um den weltweit steigenden Strombedarf zu decken." Dies markiere den Beginn eines Wandels, bei dem saubere Energie mit dem Nachfragewachstum Schritt halte.

Die Ember-Experten sehen in den Zahlen insgesamt ein Signal dafür, "dass die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen ihren Höhepunkt erreicht oder bereits überschritten hat". Dies sei ein entscheidender Moment, um ambitioniert zu handeln und die Energiewende zu beschleunigen, erklärten sie./tob/DP/stk

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