Wenig Begeisterung für höheres Nato-Ziel in Südwesteuropa 26.05.2025, 21:18 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

LISSABON/MADRID (dpa-AFX) - Spanien und Portugal haben beim Besuch von Außenministers Johann Wadephul (CDU) ihre uneingeschränkte Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine bekräftigt. In der Debatte um höhere Verteidigungsausgaben traten jedoch Differenzen zutage.

Auf die Journalisten-Frage, ob Spanien bereit sei, das Verteidigungsbudget perspektivisch auf fünf Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erhöhen - wie es US-Präsident Donald Trump für alle Nato-Staaten gefordert hatte - reagierte Spaniens Außenminister José Manuel Albares ausweichend.

Spanien leiste im Verteidigungssektor so große Anstrengungen wie nie zuvor, betonte Albares auf einer Pressekonferenz mit Wadephul in Madrid. Das bestehende Nato-Ziel von zwei Prozent BIP sei "realistisch".

Rutte erwartet Einigung auf Fünf-Prozent-Ziel

Ob das künftig reicht, ist fraglich. Fast zeitgleich hatte Nato-Generalsekretär Mark Rutte in den USA erklärt, er rechne damit, dass beim Nato-Gipfel im Juli ein neues Ziel von fünf Prozent beschlossen werde.

Mit Militärausgaben von rund 1,3 Prozent des BIP gehört Spanien - wie Portugal mit 1,7 Prozent - zu den größten Nachzüglern in der Nato. Erst im April hatte die linksgerichtete Regierung in Madrid angekündigt, dieses Jahr das Zwei-Prozent-Ziel zu erreichen. Eigentlich war dies erst für 2029 geplant. Madrid will dafür knapp 10,5 Milliarden Euro zusätzlich ausgeben, rund 50 Prozent mehr als bisher.

Portugals Regierung hat auch andere Probleme

Portugal werde eine Entscheidung bezüglich der Ausweitung des Militärbudgets "natürlich mittragen", versicherte Außenminister Paulo Rangel. Er räumte ein, das Zwei-Prozent-Ziel habe man "noch nicht ganz" erreicht.

Die konservative Regierung in Lissabon hat derweil ein anderes Problem: Sie gewann zwar die Parlamentswahl im Mai, verpasste die absolute Mehrheit aber deutlich. Es ist nicht sicher, dass sie an der Macht bleiben wird. Sie benötigt dafür im Parlament entweder die (fragliche) Unterstützung der Sozialisten oder die im Prinzip unerwünschten Stimmen der Rechtspopulisten.

Deutschland hat sich bereits hinter Trumps Forderung nach einer massiven Erhöhung der Verteidigungsausgaben gestellt./er/bk/DP/he

Kommentare (0) ... diskutiere mit.
Werbung

Handeln Sie Aktien bei SMARTBROKER+ für 0 Euro!* Profitieren Sie von kostenloser Depotführung, Zugriff auf 29 deutsche und internationale Börsenplätze und unschlagbar günstigen Konditionen – alles in einer innovativen, brandneuen App. Jetzt zu SMARTBROKER+ wechseln und durchstarten!

*Ab 500 EUR Ordervolumen über gettex. Zzgl. marktüblicher Spreads und Zuwendungen.

k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
k.A. k.A. k.A. k.A.
Schreib den ersten Kommentar!

Dis­clai­mer: Die hier an­ge­bo­te­nen Bei­trä­ge die­nen aus­schließ­lich der In­for­ma­t­ion und stel­len kei­ne Kauf- bzw. Ver­kaufs­em­pfeh­lung­en dar. Sie sind we­der ex­pli­zit noch im­pli­zit als Zu­sich­er­ung ei­ner be­stim­mt­en Kurs­ent­wick­lung der ge­nan­nt­en Fi­nanz­in­stru­men­te oder als Handl­ungs­auf­for­der­ung zu ver­steh­en. Der Er­werb von Wert­pa­pier­en birgt Ri­si­ken, die zum To­tal­ver­lust des ein­ge­setz­ten Ka­pi­tals füh­ren kön­nen. Die In­for­ma­tion­en er­setz­en kei­ne, auf die in­di­vi­du­el­len Be­dür­fnis­se aus­ge­rich­te­te, fach­kun­di­ge An­la­ge­be­ra­tung. Ei­ne Haf­tung oder Ga­ran­tie für die Ak­tu­ali­tät, Rich­tig­keit, An­ge­mes­sen­heit und Vol­lständ­ig­keit der zur Ver­fü­gung ge­stel­lt­en In­for­ma­tion­en so­wie für Ver­mö­gens­schä­den wird we­der aus­drück­lich noch stil­lschwei­gend über­nom­men. Die Mar­kets In­side Me­dia GmbH hat auf die ver­öf­fent­lich­ten In­hal­te kei­ner­lei Ein­fluss und vor Ver­öf­fent­lich­ung der Bei­trä­ge kei­ne Ken­nt­nis über In­halt und Ge­gen­stand die­ser. Die Ver­öf­fent­lich­ung der na­ment­lich ge­kenn­zeich­net­en Bei­trä­ge er­folgt ei­gen­ver­ant­wort­lich durch Au­tor­en wie z.B. Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­richt­en­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men. In­fol­ge­des­sen kön­nen die In­hal­te der Bei­trä­ge auch nicht von An­la­ge­in­te­res­sen der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und/oder sei­nen Mit­ar­bei­tern oder Or­ga­nen be­stim­mt sein. Die Gast­kom­men­ta­tor­en, Nach­rich­ten­ag­en­tur­en, Un­ter­neh­men ge­hör­en nicht der Re­dak­tion der Mar­kets In­side Me­dia GmbH an. Ihre Mei­nung­en spie­geln nicht not­wen­di­ger­wei­se die Mei­nung­en und Auf­fas­sung­en der Mar­kets In­side Me­dia GmbH und de­ren Mit­ar­bei­ter wie­der. Aus­führ­lich­er Dis­clai­mer