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Volatilität bleibt - Vertrauen in USA schwindet 14.04.2025, 05:50 Uhr von dpa-AFX Jetzt kommentieren: 0

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die jüngst heftigen Turbulenzen an den Börsen wegen der kaum berechenbaren Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump dürften die Märkte auch in der Karwoche beschäftigen. Der Dax hat sich von seinem Kursrutsch bis auf 18.489 Punkte im Zuge der von Trump losgetretenen, globalen Zoll-Lawine zwar ein gutes Stück erholt, doch die Unsicherheit bleibt. Der Index notierte per Freitagmittag seit Jahresanfang noch 2,3 Prozent im Plus, nachdem es im März in der Spitze noch plus 18 Prozent waren.

Denn die von Trump für 90 Tage ausgesetzten Zölle für die meisten Länder bedeuten nicht das Ende des Zollstreits, zumal der Handelskrieg zwischen den USA und China weiter eskaliert. Beide Länder überziehen sich mit immer höheren Zöllen und Gegenzöllen.

In diesem Umfeld scheint es Anlegern zunehmend schwer zu fallen, vernünftig zu investieren. Selbst US-Staatsanleihen - bislang in unsicheren Zeiten ein Hort der Sicherheit - werden gemieden, wie am jüngsten Renditeanstieg gerade bei Papieren mit längerer Laufzeit zu beobachten war.

Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Dekabank, spricht daher von einem Vertrauensverlust gegenüber der gesamten US-Wirtschaft. Dieser werde bleiben, unabhängig davon, welche Zollsätze in den kommenden Wochen wieder zurück-verhandelt werden. "Finanzinvestoren wie auch international aufgestellte Unternehmen sind nachhaltig verunsichert, welche Sicherheit die größte Volkswirtschaft und der größte Kapitalmarkt der Welt künftig für Investitionen noch bietet", schrieb Kater.

Die mit dem Zollkonflikt einhergehenden Rezessionsrisiken dürften Einfluss auf die Entscheidungen der großen Notenbanken haben. Am Markt wird fest damit gerechnet, dass die Europäische Zentralbank (EZB) am Gründonnerstag den Leitzins um nochmals 0,25 Prozentpunkte senken wird. Die Risiken für Wirtschaftswachstum und Inflation hätten wegen der Zoll-Kapriolen von US-Präsident Trump deutlich zugenommen, hieß es dazu von der Commerzbank.

Ob niedrigere Zinsen - wie eigentlich üblich - im aktuellen Zoll-Umfeld Aktienkäufe attraktiver machen, darf bezweifelt werden. Die Commerzbank geht denn auch davon aus, dass in den kommenden Wochen die negativen Auswirkungen der hohen politischen Unsicherheit in den USA den Ausblick für Aktien trüben werden und Analysten beginnen dürften, ihre optimistischen Prognosen für die Unternehmensgewinne zu senken.

So werden Anleger in der gerade beginnenden Bilanzsaison der Unternehmen wohl weniger auf das achten, was im vergangenen Quartal war, sondern mehr noch als sonst sich für die Ausblicke interessieren. Am Montag geht in den USA die Quartalsberichterstattung im Bankensektor mit Zahlen von Goldman Sachs weiter. Am Dienstag folgen mit Bank of America und Citigroup weitere Kredithäuser aus den Vereinigten Staaten.

In Deutschland werden ebenfalls am Dienstag Umsatzzahlen des Konsumgüterherstellers Beiersdorf erwartet. Zuvor gewährt am Montag in Frankreich der Luxusgüter-Konzern LVMH Einblicke in die Bücher. Am Mittwoch steht mit dem niederländischen Chipindustrie-Ausrüster ASML ein weiteres Börsen-Schwergewicht mit Quartalszahlen auf der Agenda. Aus dem Dax berichtet der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius .

Bei den am Donnerstag anstehenden Unternehmenszahlen des US-Streaminganbieters Netflix dürften Anleger darauf achten, ob die Zollproblematik auf die Konsumlaune schlägt und womöglich das Neukundenwachstum beeinflusst.

Wegen Ostern ist die neue Handelswoche verkürzt. Am Karfreitag sind die Börsen in Europa und den USA geschlossen. In Japan und China wird gehandelt./ajx/ag/he

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