Große Unterschiede bei Kosten für WG-Zimmer in Uni-Städten 10.03.2025, 02:02 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Die durchschnittlichen Kosten für ein WG-Zimmer an deutschen Hochschulstandorten sind zuletzt zwar kaum gestiegen, übersteigen aber häufig das Budget von Studierenden. Die Unterschiede zwischen einzelnen Städten sind teils erheblich, wie aus einer Auswertung des Moses Mendelssohn Instituts (MMI) in Kooperation mit der Vermittlungsplattform wg-gesucht.de hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Während demnach in Chemnitz 265 Euro fällig werden, sind es in München 800 Euro.

Im Schnitt kostet ein WG-Zimmer kurz vor dem Sommersemester der Auswertung zufolge 493 Euro. Das sei ein Plus von 4 Euro (0,9 Prozent) im Vergleich zum vorherigen Semester und ein Zuwachs von 14 Euro (2,8 Prozent) gegenüber dem Vorjahr. Vor dem Wintersemester 2013/2014 kostete ein WG-Zimmer im Schnitt noch 324 Euro.

Mehr als 600 Euro in Frankfurt, München oder Hamburg

«Seit dem Wintersemester 2021/2022 konnten wir deutliche Preissteigerungen beobachten. Gegenüber dem vergangenen Wintersemester haben wir eine Marktberuhigung festgestellt», sagte Projektleiter Stefan Brauckmann.

Ihm zufolge haben sich die Mieten vor allem in den größten Hochschulstädten kaum verändert. «Dies ist jedoch ein schwacher Trost für die Studierenden, die beispielsweise in München, Berlin, Frankfurt am Main oder Hamburg studieren und mit mehr als 600 Euro für eine gewöhnliche Unterkunft rechnen müssen.» So sind die Kosten in München von 750 auf 800 Euro gestiegen, in Hamburg von 600 auf 610 und in Berlin bei 650 Euro geblieben.

In Chemnitz wohnen Studierende für 265 Euro im Monat

Brauckmann betonte, die durchschnittlichen Kosten täuschten über regionale Unterschiede hinweg. «Auf der einen Seite gibt es Hochschulstädte in Ostdeutschland sowie kleinere Städte, wo sie ein ausreichendes Angebot im Rahmen der Bafög-Wohnkostenpauschale von 380 Euro vorfinden», sagte, er. Beispiele sind Chemnitz (265 Euro), Magdeburg (330), Dresden (350), Hildesheim (365), Erfurt (370) und Kaiserslautern (380). 

Zugleich gebe es Städte, in denen man unter 500 Euro kaum fündig werde. Nur in 23 Städten sei ein gewöhnliches Zimmer im Rahmen der Bafög-Wohnkostenpauschale zu finden. Die Pauschale müsse «dynamisch an die tatsächliche Preisentwicklung» angepasst werden, fordert Brauckmann. Zudem müsse es mehr Wohnheimplätze für Studierende geben.

Für die Auswertung wurden 8.800 Angebote auf wg-gesucht.de analysiert. Berücksichtigt wurden alle Hochschulstandorte mit mindestens 5.000 Studierenden. Insgesamt sind es den Angaben zufolge 88 Städte, in denen etwa 90,5 Prozent aller rund 2,7 Millionen Studierenden eingeschrieben sind. In die Auswertung genommen wurden ausschließlich Angebote für ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft mit insgesamt zwei oder drei Bewohnern.

© dpa-infocom, dpa:250310-930-398695/1

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