Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in digitalen Berufen ist im vergangenen Jahr auf rund eine Million gestiegen. Damit sei erstmals die Millionenschwelle überschritten worden, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg mit. Laut BA waren das 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Vergleich zu 2013 lag das Beschäftigungsplus sogar bei 60 Prozent.

Einen neuen Höchstwert verzeichnete die Bundesagentur auch bei den Jobangeboten in IT-Berufen. 2022 seien im Schnitt rund 24.000 offene Stellen gemeldet gewesen - ein Plus von 27 Prozent im Vergleich zu 2021. Die eigentliche Arbeitskräftenachfrage liege sogar noch höher, weil Unternehmen nicht alle offenen Stellen meldeten, hieß es.

Rund 27.000 arbeitslose IT-Kräfte suchten im vergangenen Jahr eine Anstellung und damit noch etwas mehr als in den Jahren vor der Corona-Krise. Damit kann der BA zufolge von Vollbeschäftigung in der Branche gesprochen werden. In einigen IT-Berufen gebe es bereits seit Jahren ausgeprägten Fachkräftemangel, zum Beispiel in der Softwareentwicklung.

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