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Opec+ dreht den Ölhahn auf 31.03.2025, 08:06 Uhr von dpa Jetzt kommentieren: 0

Für Verbraucher ist es beim Ölpreis in den vergangenen Monaten nicht schlecht gelaufen: Der Rohstoff, der mitentscheidend für die Kosten beim Autofahren oder beim Heizen ist, hat sich spürbar verbilligt. Das für Europa wichtige Rohöl der Nordseesorte Brent kostete im Januar zeitweise 82 US-Dollar je Barrel (159 Liter) und wird jetzt rund zehn Prozent niedriger gehandelt. Und die Aussichten für weitere Preisrückgange sind nicht schlecht. 

Die acht Ölexport-Staaten der Gruppe Opec+ haben beschlossen, eine Förderbeschränkung ab diesen Dienstag (1. April) auslaufen zu lassen. Der Ölverbund aus Mitgliedern der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und andere wichtige Förderländer wie Russland will damit den Ölhahn stärker aufdrehen. Die 2023 beschlossene Kürzung der Tagesproduktion um 2,2 Millionen Barrel soll schrittweise rückgängig gemacht werden.

Wie reagiert der Ölpreis?

Die Ankündigung der Opec+, ihre freiwilligen Förderkürzungen schrittweise zurückzufahren, kam bereits Anfang März und war für die Ölmärkte eine große Überraschung. In der ersten Reaktion sind die Ölpreise deutlich gefallen. Im Verlauf des März konnten sich die Notierungen aber wieder erholen. Wenn die Opec+ aber tatsächlich beginnt, den Ölhahn stärker aufzudrehen, dürfte das auch Auswirkungen auf die Preise haben. «Das de facto steigende Ölangebot dürfte in den Fokus rücken und die Preise belasten», kommentierte Barbara Lambrecht, Rohstoffexpertin der Commerzbank.

 Was bedeutet das für Heizöl?

Auf dem Weltmarkt wird eine Entwicklung erwartet, die mit etwas zeitlichem Verzug auch Einfluss auf die Preise für Heizöl haben dürfte.

Allerdings fällt das schrittweise Ende der Förderbeschränkung der Opec+ in eine Zeit, in der die Heizperiode auf der nördlichen Halbkugel endet und die Preisentwicklung erst im kommenden Herbst wieder stärker in den Fokus der Verbraucher rücken dürfte.

Welche Auswirkungen hat es auf die Preise für Benzin und Diesel?

An den Tankstellen dürfte der Beschluss der Opec+, den Ölhahn wieder etwas stärker aufzudrehen, nur begrenzt Auswirkungen zeigen. «Wenn die Förderung ausgeweitet wird, ist das auf jeden Fall ein Impuls in Richtung günstigerer Ölpreise», sagte Christian Laberer, Kraftstoffmarktexperte beim ADAC. 

Allerdings habe die beschlossene Ausweitung allenfalls das Potenzial, den Ölpreis um ein paar Dollar zu drücken und den Spritpreis damit um einige Cent. Dies seit aber auch nur dann zu erwarten, wenn die Mineralölkonzerne den Preisrückgang auf dem Weltmarkt an die Verbraucher an den Tankstellen weitergeben. Nach Einschätzung von Laberer spielt zudem das Ende der Heizperiode eine Rolle: «Dieselfahrer können aktuell darauf hoffen, dass das Ende der Heizperiode die saisontypische Entspannung beim Preis für ihren Kraftstoff mit sich bringt.»

Welchen Einfluss hat Donald Trump?

Zur Amtseinführung von Donald Trump als US-Präsident im Januar kostete Rohöl der Nordseesorte Brent noch etwa 82 Dollar je Barrel. Dann ist der Preis bis Anfang März schnell auf unter 70 Dollar gefallen, was vor allem mit der aggressiven Zollpolitik der neuen US-Regierung zu tun hat. Das als «erratisch» beschriebene Vorgehen mit immer neuen Ankündigungen, Rücknahmen oder Verschiebungen von Zöllen sorgt an den Märkten für große Verunsicherung mit Blick auf die Weltwirtschaft und belastet damit die Nachfrage nach Rohöl.

Zudem hat Trump die Opec mehrfach aufgefordert, die Preise zu senken. Zuletzt hat aber auch das jüngste harte Vorgehen der US-Regierung gegen das wichtige Förderland Iran eine starke Wirkung auf die Ölpreise. Unterer anderem hatten Sanktionen gegen die Verarbeitung von iranischem Öl in China die Ölpreise in den vergangenen Handelstagen wieder steigen lassen.

Was bedeutet das für Russland, das auch zur Opec+ gehört?

Für Russland spielen die Einnahmen aus dem Verkauf von Rohöl eine große Rolle. Trotz aller Versuche des Westens, die Einnahmen aus dem Ölgeschäft zu begrenzen, bleiben russische Öllieferungen nach Indien oder China eine der wichtigsten Finanzquellen für den Kreml. Wie der Wirtschaftsdienst Bloomberg berichtet, sind die Rohöllieferungen aus allen russischen Häfen im März auf 3,45 Millionen Barrel pro Tag gestiegen und haben damit den höchsten Wert seit dem vergangenen Oktober erreicht. 

US-Präsident Trump hatte zwar deutlich gemacht, dass man die Ölpreise senken müsse, um den Krieg in der Ukraine zu beenden. Mit einer höheren Fördermenge durch den Beschluss der Opec+ könnten allerdings die russischen Einnahmen aus dem Ölgeschäft insgesamt steigen. Dies ist aber nur möglich, wenn sich der Preisrückgang auf dem Weltmarkt durch die höhere Fördermenge in Grenzen hält.

© dpa-infocom, dpa:250331-930-419261/2

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