Die Menschen in Deutschland sind nicht besonders zuversichtlich ins neue Jahr gestartet. So hat sich die Konsumstimmung dem Handelsverband Deutschland (HDE) zufolge im Vergleich zum Vormonat etwas verschlechtert, bleibt insgesamt jedoch über dem Vorjahresniveau. Das geht aus dem Konsumbarometer hervor, das der HDE in Berlin veröffentlicht hat.

Mit Hilfe der repräsentativen Umfrage unter 1600 Personen ermittelt der Verband monatlich einen Index, der die Anschaffungsneigung der Verbraucherinnen und Verbraucher abbildet. Nachdem die Stimmung im Dezember einen deutlichen Anstieg verzeichnete und so gut war wie seit Ende 2022 nicht mehr, fällt sie nun wieder ab. Die Sparneigung der Verbraucher ist unverändert hoch, abgeflaut ist derweil die zuletzt schon nicht besonders große Bereitschaft für Anschaffungen.

Die Studienautoren führen dies auf die vielfach eingetrübten wirtschaftlichen Prognosen sowie die Haushaltsentscheidungen der Bundesregierung und die daraus resultierende Unsicherheit vieler Verbraucher zurück. Aus Sorge vor weiteren Kostensteigerungen und Belastungen würden nicht notwendige Anschaffungen hinten angestellt. Die Zurückhaltung hat noch einen weiteren Grund: Viele Verbraucher rechnen damit, dass sich ihr verfügbares Einkommen verringert.

© dpa-infocom, dpa:240108-99-526721/2