Der Start in die neue Handelswoche fand ohne die Unterstützung der US-Märkte statt. Aufgrund des Martin Luther King Day waren die US-Börsen am gestrigen Montag (20.01.) geschlossen. So nahmen die Marktakteure zwangsläufig eine Auszeit von der Hausse an den US-Börsen. Doch auch ohne die Unterstützung aus den USA lief es für die deutschen Aktien zu Wochenbeginn ganz gut. Wir haben wieder zwei Werte herausgepickt, die sich in interessanten (charttechnischen) Konstellationen befinden. Beginnen wir mit E.ON.

Bereits ein flüchtiger Blick auf den Chart des Energieversorgers genügt, um die Spannung zu erfassen. Um die Lage zu verdeutlichen, haben wir einen 5-Jahres-Chart auf Wochenbasis bemüht. In den letzten Monaten rang die Aktie vergeblich mit dem massiven Widerstandsbereich von 10,0 Euro. Nach der Ausbildung des markanten Hochs bei 10,8 Euro im Jahr 2017 war der zweistellige Kursbereich für die Aktie wie vernagelt. Und wurde doch einmal ein vorsichtiger Vorstoß über die 10,0 Euro lanciert, entwickelte dieser keine Nachhaltigkeit und fiel wieder in sich zusammen. Kürzlich unternahm E.ON einen erneuten Versuch, die 10,0 Euro auszuhebeln. Genauer gesagt geht es um den Bereich 10,0 /10,26 Euro, der nachhaltig überwunden werden muss. Die Aktie beendete den gestrigen Handelstag bei 10,27 Euro. Damit wurde die erste Phase erfolgreich abgeschlossen. Gewonnen ist damit freilich noch nicht viel, denn nun muss der Wert nachlegen und die Nachhaltigkeit des Versuchs unter Beweis stellen. Idealerweise bleibt die Aktie nun unter Dampf, sodass die E.ON-Aktie an Höhe gewinnen und sich rasch in den Bereich des 2017er Hochs absetzen kann. Ein Vorstoß über die 10,8 Euro wäre der eigentliche Befreiungsschlag. Die aktuellen Kursgewinne sollte man wohlwollend zur Kenntnis nehmen, aber dabei das eigentlich Ziel nicht aus den Augen verlieren. Aus bullischer Sicht wäre es ideal, wenn etwaige Rücksetzer vom Bereich um 10,0 Euro eingedämmt werden könnten. Weitere wichtige Unterstützungen finden sich zudem bei 9,5 Euro und 9,2 Euro. Darunter sollte es dann mit Blick auf den dort verlaufenden kurzfristigen Aufwärtstrend aber nicht mehr gehen. Ganz ähnlich ist die aktuelle Konstellation bei Nordex.

Die Aktie des Windanlagenbauers hat den "Schwächeanfall" vom Jahresbeginn ganz gut wegesteckt. Der Wert konnte mittlerweile die 12,0 Euro (inkl. der 200-Tage-Linie) zurückerobern und so für eine charttechnische Entlastung sorgen. Zuletzt verlagerte sich das Handelsgeschehen zwar in Richtung der eminent wichtigen Widerstandszone um 13,0 Euro, doch ins Wanken geriet diese bislang nicht. So bleibt es weiterhin die zentrale Aufgabe für die Aktie, diesen Widerstand zu knacken. Gleichzeitig gilt es, mögliche Rücksetzer oberhalb von 11,3 / 11,0 Euro zu halten...

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