Dem Dax könnte ein turbulenter Wochenschluss ins Haus stehen. Die Nachricht von der Corona-Infektion des US-Präsidenten setzte bereits den japanischen Indizes und dem Ölmarkt zu und entwickelt nun offenkundig auch Wirkung auf den (frühen) europäischen Handel. Der schwache Handelsstart in den Freitag (02.10.) lässt unmittelbar vor dem Wochenende nicht viel Gutes erwarten. Im weiteren Verlauf des Tages stehen noch zahlreiche US-Konjunkturdaten (u.a. der US-Arbeitsmarktbericht für September) im Fokus, die nun tunlichst nicht enttäuschen sollten. Die schwache Verfassung des Dax lässt allerdings die beiden Versorger erneut ins Blickfeld der Marktakteure rücken, gelten sie doch als defensive Titel. Schauen wir zunächst auf die Aktie von E.ON (WKN: ENAG99  ISIN: DE000ENAG999 Ticker-Symbol: EOAN).

E.ON-Aktie

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung (vom 24.09.) durchbrach die Aktie die eminent wichtige Unterstützung bei 9,5 Euro, nachdem bereits zuvor die Zone 9,8 / 9,7 Euro samt der dort verlaufenden 200-Tage-Linie aufgegeben werden musste. Der Bruch der 9,5 Euro generierte ein frisches Verkaufssignal, das wiederum durchaus eine Ausdehnung der Bewegung auf 9,0 Euro erwarten ließ. Dazu kam es bislang nicht. Vielmehr gelang es der Aktie, im Bereich von 9,3 Euro einen neuen Boden auszubilden. Aktuell ringt die E.ON-Aktie um ein Comeback oberhalb von 9,5 Euro und damit einhergehend um eine Neutralisierung des installierten Verkaufssignals. Mit Blick auf die Relevanz der Zone wäre es jedoch eminent wichtig, wenn es der E.ON-Aktie gelingen würde, den Bereich 9,7 / 9,8 Euro zurückzuerobern. Das würde Entlastung schaffen. Prekär könnte es hingegen werden, sollte die Aktie unter den Bereich von 9,3 Euro abtauchen müssen. Die RWE-Aktie (WKN: 703712  ISIN: DE0007037129  Ticker-Symbol: RWE) musste kürzlich eine brenzlige Situation überstehen, als der wichtige Unterstützungsbereich um 30,0 Euro im Feuer stand.

RWE-Aktie

Der Bruch der Unterstützung bei 32,5 Euro öffnete der Aktie die Tür in Richtung 30,0 Euro. Diese Zone hat zentrale Bedeutung, verläuft hier doch auch die 200-Tage-Linie. Insofern war es ein wichtiger Fingerzeig, dass die RWE-Aktie die 30,0 Euro verteidigen und anschließend nach oben abdrehen konnte. Aktuell läuft der Versuch, die 32,5 Euro zurückzuerobern. Sollte das Unterfangen gelingen, wäre der Weg in Richtung des Widerstandsbereiches bei 35,0 Euro frei. Die aktuelle Situation birgt aber durchaus noch Risiken. Bei einem Scheitern an der 32,5er Marke könnte es zu einem erneuten Test der 30,0 Euro kommen….

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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