Der Dax krönte eine turbulente, zwischenzeitlich auch herausfordernde Handelswoche, mit einem Wochenschluss jenseits der psychologisch relevanten Marke von 13.000 Punkten. Die Aufgabenstellung für die neue Handelswoche ist damit klar definiert – für den Dax muss es darum gehen, das kreierte Ausbruchsszenario zu manifestieren und weitere Akzente auf der Oberseite zu setzen. Spannende charttechnische Konstellationen haben sich auch bei unseren beiden heutigen Protagonisten – E.ON und RWE – eingestellt. Bleiben wir zunächst bei der Aktie von E.ON (WKN: ENAG99  ISIN: DE000ENAG999 Ticker-Symbol: EOAN).

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung (02.10.) befand sich die Aktie bereits im Erholungsmodus. Der E.ON-Aktie war es gelungen, nach der Ausbildung des Tiefs im Bereich von 9,3 Euro das Ruder wieder herumzureißen und die Widerstandsmarke von 9,5 Euro zurückzuerobern. Die eigentliche Bewährungsprobe wartete allerdings im Bereich von 9,7 Euro / 9,8 Euro. Eine eminent wichtige Horizontalunterstützung in Verbindung mit der dort verlaufenden 38-Tage-Linie sowie der ebenfalls dort verlaufenden 200-Tage-Linie formen in diesem Bereich ein veritables Widerstandscluster, das erst einmal überwunden werden muss. Dass das keine einfache Hürde ist, zeigt sich bereits seit einigen Handelstagen. E.ON versucht sich bislang vergeblich daran.

Aus charttechnischer Sicht wäre es eminent wichtig, wenn es der Aktie nunmehr rasch gelingen würde, diese Hürde zu überspringen und so ein frisches Kaufsignal zu genieren. Zudem wäre dann eine Fortsetzung der Bewegung in Richtung 10,0 / 10,2 Euro „wünschenswert“. Für E.ON gilt daher: Die Aktie muss über die Zone 9,7 Euro / 9,8 Euro, noch besser über die Zone 10,0 Euro / 10,2 Euro, um sich frei zu schwimmen  Wichtige Unterstützungen verlaufen für die E.ON Aktie bei 9,5 Euro und 9,3 Euro. Vor allem einen Rutsch unter die 9,3 Euro gilt es zu verhindern. Sogar noch etwas positiver als bei E.ON sieht aktuell die charttechnische Konstellation bei der RWE-Aktie (WKN: 703712  ISIN: DE0007037129  Ticker-Symbol: RWE) aus.

Der RWE gelang es zuletzt, die massive Widerstandszone um 32,5 Euro hinter sich zu lassen und so ein starkes Kaufsignal zu genieren. Der Horizontalwiderstand bei 32,5 Euro wurde durch die 38-Tage-Linie sowie durch den kurzfristigen Abwärtstrend (rot) verfestigt, sodass es umso wichtiger war, dass es der RWE-Aktie gelang, dieses Cluster aufzubrechen. Aus charttechnischer Sicht ist die Ausgangslage für die Aktie klar – RWE muss über die 35,0 Euro (letztes Verlaufshoch), um einen Befreiungsschlag zu landen und sollte im Idealfall nicht mehr unter die 32,5 Euro fallen. In jedem Fall sollte die Aktie oberhalb von 30,0 Euro verbleiben.

(DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG)

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