Gerade in Krisenzeiten besinnen sich Anleger auf Gold-Investments, denn das Edelmetall verspricht den begehrten „sicheren Hafen“. Aktuell sprechen verschiedene Gründe für einen steigenden Preis.

Kriegsangst, Inflationssorgen, allgemeine Unsicherheit: Die aktuelle Lage ist wie gemacht für Goldinvestments. Denn seit jeher gilt das gelbe Edelmetall quasi als Inflationsschutz, als Wertspeicher, wenn die Märkte verrückt spielen und als Ruhekissen in instabilen Zeiten. "Für Gold ist es im Moment ein perfekter Aufschwung", zitiert das Portal Finanzen.net Jeff Currie, Rohstoffleiter bei Goldmann Sachs, aus einem Interview für Bloomberg Markets. Der Rohstoffstratege sieht demnach gute Chancen für eine Rallye – Inflationsdruck und Rezessionsabschwünge in Europa würden die Nachfrage nach Gold treiben.

Doch nicht nur private und professionelle Anleger, namentlich große ETFs, sind demnach an Gold interessiert, auch die Zentralbanken stocken aus geopolitischen Gründen ihre Bestände auf. All dies könnte den Goldpreis stark beflügeln. Zuletzt eilte Gold im ersten Coronajahr, 2020, von Rekord zu Rekord, seitdem schwankte der Wert mehr oder weniger stark. Wie sich eine gegebenenfalls straffere Geldpolitik auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Gold ist beliebt

Gerade bei den Deutschen ist Gold als Krisenschutz beliebt. Laut Bericht des World Gold Council horteten die Bundesbürger im ersten Halbjahr 2021 über 90 Tonnen Gold – mehr kauften nur die Chinesen.

Besonders Goldbarren sind gefragt. Wer sich für diese Form des physischen Goldbesitzes entscheidet, sollte auf den Goldgehalt, das Gewicht und die Kosten achten. Möchte man die Barren zum Beispiel weiterverkaufen, sollte ein möglichst reiner Feingoldgehalt gegeben sein. Um Betrug zu vermeiden, sollte man Gold nur bei seriösen Händlern erwerben – denn anders als im Wertpapierbereich gibt es beim Goldkauf keine Finanzaufsicht, auf die sich Anleger verlassen können. Und noch etwas zur Sicherheit: Es ist keine gute Idee, die Barren zu Hause einzulagern – zu groß ist die Gefahr, dass die Wertbestände gestohlen werden.

Gold sicher kaufen und einlagern

Echtes Gold kann zum Beispiel ganz einfach über Smartbroker gekauft werden. Die Goldbarren mit einer Feinheit von 999,99 ‰ sind in unterschiedlichen Größen von 20 Gramm bis zu einem Kilogramm erhältlich und werden physisch bei UBS sicher in der Schweiz eingelagert. Schon bei einer einjährigen Haltedauer profitiert man abgeltungssteuerfrei von steigenden Goldpreisen.

Der Kauf erfolgt über die Eingabe von ISINs in der gewohnten Benutzeroberfläche, die Bestände sind jederzeit im Depot einsehbar. Über Smartbroker ist der Goldkauf somit genauso unkompliziert wie der Handel mit Wertpapieren. Risiken wie mögliche Kursänderungen, Währungsschwankungen, gegebenenfalls verhängten Ausfuhrverboten aus der Schweiz oder etwa dem Risiko, dass der Handel in der Schweiz eingeschränkt wird, sollte man sich vorab allerdings bewusst machen.

Goldfonds: Papiergold mit professionellem Management

Gold kann auch in Form von Investmentfonds als Anker im Depot genutzt werden. Ein Klassiker in diesem Bereich ist zum Beispiel der im Jahr 2009 aufgelegte Rohstofffonds HANSAgold (ISIN: DE000A0NEKK1). Das Management investiert einen Anteil von bis zu 30 Prozent in physisches Gold. Dazu kommen Verbriefungen, mit denen die Wertentwicklung von Gold und weiteren Edelmetallen nachvollzogen werden. Grundsätzlich orientiert sich der Fonds somit an der Goldpreisentwicklung.

Eine Alternative wäre der 2007 aufgelegte Stabilitas Pacific Gold + Metals (ISIN: LU0290140358). Wie der Name bereits ausdrückt, erhält man hiermit einen breiter angelegten Investmentansatz. Ins Portfolio kommen schwerpunktmäßig Aktien von Gesellschaften, die Gold oder andere Edelmetalle explorieren, fördern oder verarbeiten. Daneben investiert der Fonds auch in Basismetalle und weitere Rohstoffe wie Öl, Gas, Eisenerz oder Schwermetalle.

Ähnlich holt man sich mit dem seit 2010 erhältlichen Franklin Gold an Precious Metals Fund Class A (ISIN: LU0496367763) ein ganzes Bündel an Unternehmen ins Depot, die im Gold- bzw. Edelmetallsektor tätig sind. Wer also neben Gold an Förder- oder Handelsunternehmen für Silber, Platin und Palladium interessiert ist, erhält hier eine Anlagemöglichkeit.

Alle genannten Fonds sind neben Einmalanlagen in Form von Fondsparplänen für den schrittweisen Vermögensaufbau im Smartbroker-Depot nutzbar.

Autorin: KS, Redaktion Smartbroker


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