In den letzten Wochen prägten vor allem die Aufwärtsbewegungen bei Gold und Silber und die Fortsetzung der fulminanten Hausse bei Palladium das Handelsgeschehen im Edelmetallsektor. Platin lief der Musik etwas hinterher. Zuletzt gewannen jedoch bei Gold und Silber Konsolidierungstendenzen die Oberhand. Ohne allerdings signifikantes Abwärtsmomentum zu entwickeln ging es für die beiden Edelmetalle ein wenig nach unten. Die aktuelle charttechnische Lage bei Palladium ist hingegen geprägt von einer veritablen Fahnenstange, die das Risiko unvermittelt einsetzender Gewinnmitnahmen mehr als deutlich aufzeigt. Dagegen konnte Platin zuletzt deutlich zulegen. Bahnt sich also ein Favoritenwechsel im Edelmetallbereich an?

Bevor wir uns dem vermeintlich neuen Favoriten Platin zuwenden, möchten wir noch kurz auf die aktuelle charttechnischen Verfassung von Gold schauen und bemühen hierzu einen 6-Monats-Chart.

Die charttechnische Konstellation bei Gold verspricht Spannung und stellt zudem eine baldige Entscheidung über die zukünftige Bewegungsrichtung in Aussicht. Der Goldpreis setzte nach seinem markanten Hoch knapp unterhalb von 1.350 US-Dollar in den letzten Handelstagen zurück und hat nun seinen mittelfristigen Aufwärtstrend erreicht. In Verbindung mit dem kurzfristigen Abwärtstrend bildet sich so eine Dreiecksformation. Die Spitze des Dreiecks liegt zudem in einer eminent wichtigen Zone. Neben den beiden Trendlinien verlaufen in diesem Bereich auch zwei wichtige Horizontalunterstützungen; zum einen ist es der Bereich um 1.325 US-Dollar und zum anderen der Bereich um 1.315 US-Dollar. Komplettiert wird die Zone vom wichtigen 38-Tage-Durchschnitt. Wenn Sie unsere Kommentierungen an dieser Stelle schon etwas länger verfolgen, dann kennen Sie unsere grundsätzliche Einschätzung zu Gold: So lange sich die Konsolidierungen bei Gold oberhalb von 1.315 US-Dollar abspielen, ist das bullische Szenario aus unserer Sicht intakt. Ein Test der 1.290 US-Dollar wäre ebenfalls noch zu tolerieren. Nur darunter sollte es unserer Meinung nach nicht mehr gehen, denn dann wäre der mittelfristige Aufwärtstrend obsolet und somit eine Neueinschätzung der Lage erforderlich. Kommen wir auf Platin zu sprechen.

Bei Platin bietet sich eine nicht minder spannende Konstellation, allerdings auf der Oberseite. Platin hinkte in den letzten Monaten gewaltig der Entwicklung der anderen Edelmetalle hinterher. Das Thema Nachholpotential dürfte also aktuell sein. Kürzlich gelang dem Edelmetall ein charttechnischer Befreiungsschlag, als es den Bereich um 830 US-Dollar überschritt und damit die Doppeltopformation aus dem Januar aufbrechen konnte. Das daraus resultierende Kaufsignal entfaltete daraufhin seine Wirkung, sodass Platin zügig den nächsten relevanten Widerstandsbereich um 875 US-Dollar erreichte. Und nun gilt es: Um nicht eine neuerliche Doppeltopformation zu riskieren, muss Platin die 875 US-Dollar durchbrechen. Auf der Unterseite sollten nun die 830 US-Dollar natürlich nicht mehr unterschritten werden.

Um die eingangs aufgeworfene Frage nach einem möglichen Favoritenwechsel im Edelmetallbereich noch einmal aufzugreifen: Die Antwort darauf wird wohl mit Blick auf die aktuellen Konstellationen nicht lange auf sich warten lassen?

 


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