Am gestrigen Donnerstag (28.03.) kam der Edelmetallsektor massiv unter Druck. Die Preise für Gold, Silber und die anderen Edelmetalle sahen sich mit einem überaus starken US-Dollar konfrontiert und traten entsprechend den Rückzug an. Die zuvor zu beobachtende Erholung im Edelmetallsektor ist damit vollends verpufft. Das Ganze droht nun, in eine kräftige Korrektur überzugehen. Einen (letzten) Hoffnungsschimmer gibt es jedoch noch, doch dazu im weiteren Verlauf der Kommentierung mehr.

Die Angst vor einem möglichen Abverkauf im Edelmetallsektor ist da. Das Gespenst einer Baisse geht um.  Schnappt gar eine fulminante Bullenfalle zu? Die Lage ist vermeintlich prekär. Und in dieser Stimmungslage suchen die Edelmetalle nach einem Boden. Ob dieser im Bereich der vorherigen Tiefs gefunden werden kann oder neu ausgebildet werden muss, ist die Frage, die derzeit die Akteure umtreibt.

Bereits in unserer gestrigen Kommentierung zum Devisenmarkt hatten wir die Situation des US-Dollars beleuchtet. Nach dem in der letzten Handelswoche erlittenen Schwächeanfall stabilisierte sich der Greenback zuletzt zusehends. Unter anderem sorgten die am Mittwoch (27.03.) veröffentlichten Daten zur US-Handelsbilanz dafür. Das Defizit fiel im Januar mit
-51,1 Mrd. US-Dollar deutlich geringer aus, als im Vorfeld erwartet wurde. Die Prognosen gingen zuvor von einem Defizit in Höhe von -57,0 Mrd. US-Dollar aus; nach einem Handelsbilanzdefizit im Dezember vergangenen Jahres in Höhe von -59,8 Mrd. US-Dollar.

Wenn man so will, legten die Daten zur Handelsbilanz die Basis für das aktuelle Comeback des US-Dollars. Am Donnerstag stützten dann weitere US-Daten den US-Dollar. So fiel die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung für die Vorwoche niedriger und damit besser aus, als im Vorfeld erwartet wurde. Wichtige Daten zum privaten Konsum und der über den Erwartungen liegende BIP-Preisindex schlugen dann in die gleiche Kerbe und trieben den US-Dollar an. Die Edelmetalle zeigten eine entsprechende (Abwärts)Reaktion, in deren Verlauf bereits eine Menge charttechnisches Porzellan zerschlagen wurde.

Der Goldpreis kann angesichts eines aktuellen Niveaus von knapp 1.290 US-Dollar seine Ambitionen auf der Oberseite fürs Erste wohl ad acta legen. Nun muss es in erster Linie darum gehen, die eminent wichtigen 1.280 US-Dollar und damit das Niveau der letzten Bewegungstiefs zu verteidigen. Wir hatten in unseren letzten Kommentierungen die 1.280 US-Dollar als die aus unserer Sicht zentrale Unterstützung ausgerufen. Wenn man so will, ist das die Demarkationslinie, die aus bullischer Sicht tunlichst nicht unterschritten werden sollte.  Sollte dieser Fall eintreten, ist eine Neubewertung der Lage unerlässlich. Bis dahin ist diese Zone der eingangs bereits angesprochene (letzte) Hoffnungsschimmer...


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