Abseits der (noch) haussierenden Aktienmärkte bietet der Edelmetallbereich eine Fülle interessanter Konstellationen. Während nach Gold nun auch Silber seinen Rally-Motor angeworfen zu haben scheint, zeigen sich Platin und der ehemalige Highflyer Palladium noch zögerlich und stehen aktuell im Schatten der beiden erstgenannten Edelmetalle. Doch gerade bei Palladium bietet sich eine durchaus interessante Konstellation, die baldige Bewegungsdynamik erwarten lässt; die Richtung ist freilich noch offen; ein Abriss. Bleiben wir zunächst bei Gold.

Das Edelmetall kommentierten wir an dieser Stelle vor genau einer Woche ausführlich. Im Großen und Ganzen hat sich seitdem nicht sonderlich viel getan. Gold notiert noch immer im Bereich von 1.800 US-Dollar. Das Kaufsignal, welches sich mit dem Ausbruch über die 1.750er Marke installiert hatte, ist somit weiterhin intakt. Bemängeln muss man (zumindest aus bullischer Sicht) die abgeflaute Aufwärtsdynamik. Zuletzt gelang es dem Edelmetall nicht mehr, neue Akzente auf der Oberseite zu setzen. Mit Blick auf die zurückliegende Aufwärtsbewegung wäre das vielleicht auch des Guten zu viel gewesen. Es gilt nach wie vor: Oberhalb von 1.750 US-Dollar ist unserer Meinung nach alles im grünen Bereich. Taucht Gold darunter ab, ist allerdings Obacht geboten. Die aktuelle Konstellation bei Silber ist ebenfalls überaus aussichtsreich.

Silber scheint aus dem Schatten von Gold treten zu wollen. Das zu beachtende Gold-Silber-Ratio hatte in den letzten Wochen und Monaten exorbitante Ausmaße angenommen, was wiederum eine tendenzielle Unterbewertung Silbers im Vergleich zu Gold angedeutet hatte.  Mittlerweile hat sich das Gold-Silber-Ratio auf aktuell knapp 93 „ermäßigt“, nachdem es noch im Frühjahr komfortabel im dreistelligen Bereich notierte. Mit dem gegenwärtigen Niveau liegt es aber noch immer deutlich über den langjährigen Durchschnittswerten. Insofern hätte Silber weiteres „Nachholpotential“. Auch aus charttechnischer Sicht macht Silber nach dem Ausbruch über die 19,0 US-Dollar-Marke eine gute Figur. Zuvor gelang es dem Edelmetall, den hartnäckigen Widerstandsbereich 18,0 / 18,3 US-Dollar zu überspringen. Der Weg in Richtung 20,0 US-Dollar scheint nun frei zu sein. Um das bullische Szenario nicht zu gefährden, sollte es nun tunlichst nicht mehr unter die 18,0 US-Dollar gehen. Um Palladium ist es hingegen zuletzt ruhig geworden.

Nach der fulminanten Rally, die Palladium in die Nähe der Marke von 2.900 US-Dollar brachte, musste das Edelmetall erst einmal ausgiebig korrigieren. Zu Beginn der Korrektur war die Volatilität extrem hoch. Zuletzt sind diese Ausschläge jedoch geringer geworden. Palladium näherte sich wieder seiner 2.000er Marke. Wichtige charttechnische Impulse könnte es geben, sollte Palladium über die 2.120 US-Dollar ausbrechen können bzw. unter die 1.840 US-Dollar abtauchen müssen…

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