ESSEN (dpa-afx) - Der Energiekonzern Eon erwartet für 2022 ein operatives Ergebnis unter dem Vorjahresniveau. Dafür dürfte vor allem der Wegfall der Beiträge der Kernenergie verantwortlich sein. In allererster Linie solle das Ergebnis durch ein signifikantes organisches Wachstum im Kerngeschäft erreicht werden, hieß es von Finanzchef Marc Spieker am Mittwoch bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2021 in Essen. Im vergangenen Jahr konnte Eon sowohl die eigenen Erwartungen als auch die der Analysten übertreffen.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (ber Ebitda) soll 2022 zwischen 7,6 und 7,8 Milliarden Euro liegen. Das wären selbst im besten Fall 100 Millionen weniger als 2021. Analysten haben im Durchschnitt den unteren Wert der Spanne auf dem Zettel. Die kurz- und langfristigen Auswirkungen des Ukraine-Kriegs seien zum jetzigen Zeitpunkt nicht vollständig abschätzbar, hieß es von dem Dax-Konzern . Außerdem sind in der Prognose die Maßnahmen zur Portfoliooptimierung nicht enthalten. Eon hatte vergangenen November angekündigt, Veräußerungen im Wert von 2 bis 4 Milliarden Euro durchzuführen./lew/mis