Investoren sind sich ja in vielen Dingen oft nicht einig. Dazu gehört auch die Einschätzung von Gold: Für die Einen ist es ein wichtiger Bestandteil eines gut ausbalancierten und langfristig ausgerichteten Depots. Für die Anderen, übrigens auch für den US-Investor Warren Buffett, ist das glänzende Edelmetall eher eine „unproduktive Wertanlage“ – weil diese eben keine „Zusatzrendite“ wie Zinsen oder Dividendenzahlungen generiert.

Wir haben derzeit Kaufkurse bei Gold

Wir wissen es alle und man kann es seit Jahrzehnten an den Märkten beobachten: Die Nachfrage nach Gold steigt in der Regel in Krisenzeiten an, da das Edelmetall bei vielen Anlegern als sicherer Hafen gilt. Ja, der sichere Hafen. Der wird immer gerne zitiert. Dazu gibt es auf Google allein mehr als 1,6 Millionen Suchergebnisse.

Diesen sicheren Hafen gibt es aber für jeden Anleger zu jeder Zeit. Es macht überhaupt keinen Sinn (für mich als Gold-Fan), zu warten, was an der Börse passiert, um Gold zu kaufen. Das vergangene, turbulente Jahr sieht im langfristigen Verlauf dann so aus:

Gold-Chart: Börse Stuttgart

 

Das ganze Drumherum um Corona sorgte zunächst für einen fortgesetzten steilen Anstieg, wobei die Notierungen im August 2020 auf ein neues Rekordhoch bei 2.071 US-Dollar je Feinunze kletterten.

Gold gehört ins Depot – aber nicht übertreiben

Danach ging Gold in den Sinkflug über und brach bis zum März dieses Jahres bis knapp unter die 1.700er-Marke ein. Für mich waren das (Zu)Kaufkurse. Warum? Ganz einfach: Gold ist ein langfristiges Sicherheits-Investment. Wenn die Kurse niedrig sind, kauft man ein bisschen nach. Aber nicht übertreiben.

Es gibt nur eine bestimmte Menge an Gold, daher ist es nicht der Inflation ausgesetzt und daher ist es der kleine Puffer im Depot. Mehr nicht.  5-7 Prozent eines Depots mit Gold – das passt. Wer aber den Goldchart dann täglich anschaut, der macht etwas falsch. Gold ist keine gehypte Kryptowährung, die von heute auf morgen mal geschwind einbricht, so etwas braucht kein Anleger, der ruhig schlafen will.

Die aktuelle Lage

Laut dem Edelmetall- und Rohstoff-Report von Stabilitas hat sich der Edelmetallsektor  im April wieder deutlich positiver als im Vormonat entwickelt. „Die Trendumkehr bei Edelmetallen lässt darauf schließen, dass die Konsolidierungsphase im Edelmetallsektor der letzten Monate kurz vor dem Ende stehen könnte. Der langfristige Aufwärtstrend für Edelmetalle bleibt intakt und Anleger, die derzeit in Aktien und risikoreichere Anlageformen, wie etwa Bitcoin-Währungen, investieren, könnten sich in den nächsten Wochen wieder den Edelmetallanlagen zuwenden“, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

In diesem Sinne, take care,
Ihr Goldfinger

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