BERLIN (dpa-AFX) - SPD-Chefin Saskia Esken hat wie mehrere andere Spitzenpolitiker angesichts der angespannten Corona-Lage einen harten Lockdown spätestens nach Weihnachten gefordert. "Wir werden Beschränkungen im Einzelhandel benötigen und auch die Schulen müssen einen Beitrag leisten, indem sie in weiterführenden Schulen digital gestützten Distanzunterricht anbieten", sagte Esken am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Pflegekräfte in Heimen und von ambulanten Diensten müssten endlich regelmäßig getestet werden.

Am Donnerstag registrierte das Robert Koch-Institut (RKI) mit 23 679 Fällen innerhalb von 24 Stunden einen neuen Höchststand bei den Neuinfektionen. Auch Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hält das Weihnachtsfest für den spätesten Zeitpunkt, um die Geschäfte mit Ausnahme des Lebensmittelhandels zu schließen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte ebenfalls einen harten und konsequenten Lockdown ab Weihnachten gefordert. Das Land Berlin plant deutliche Einschränkungen für den Einzelhandel und längere Schulferien./bw/DP/nas