WIESBADEN (dpa-AFX) - Der Juni hat für Deutschlands Verbraucher etwas Entspannung beim Thema Inflation gebracht: Nach fünf Anstiegen in Folge schwächte sich der Preisauftrieb wieder ab. Einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamtes zufolge lagen die Verbraucherpreise um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Im Mai hatte die Teuerungsrate noch bei 2,5 Prozent gelegen und damit auf dem höchsten Stand seit fast zehn Jahren. An diesem Dienstag (08.00 Uhr) gibt die Wiesbadener Behörde die Details für Juni bekannt.

Volkswirte werten die Abschwächung des Preisauftriebs im Juni lediglich als Pause auf dem Weg weiter steigender Inflationsraten. Viele Experten halten in diesem Jahr vorübergehend Teuerungsraten von an die vier Prozent für möglich.

Angeheizt wird die Teuerung weiter vor allem von den Energiepreisen. Hier schlägt die CO2-Abgabe von 25 Euro je Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid durch, die seit Anfang 2021 in Deutschland fällig ist. Zudem heizt die weltweite Konjunkturerholung die Nachfrage nach Rohöl und damit den Preis dafür an. Für Sparer ist die anziehende Inflation bitter: Sie verlieren auf mickrig verzinsten Konten Geld./ben/DP/jha