BRÜSSEL/PEKING/BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die EU-Spitzen wollen an diesem Montag (14.00 Uhr) in einer Videokonferenz mit Chinas Präsident Xi Jinping einen Zeitplan für den Abschluss des geplanten Investitionsabkommens vereinbaren. Ziel ist es, die Verhandlungen bis Ende des Jahres abzuschließen. Aus EU-Sicht muss China dafür allerdings weitere Zugeständnisse bei den Themen Marktzugang und nachhaltige Entwicklung machen. Ein ursprünglich für das Wochenende in Leipzig geplanter EU/China-Gipfel fiel aus.

Über das Abkommen wird bereits seit mehr als sechs Jahren verhandelt. Es soll unter anderem den Zugang europäischer Firmen zum chinesischen Markt verbessern. Für die EU gilt es als Voraussetzung für die Aufnahme von Gesprächen über ein Freihandelsabkommen. Zudem dürften die Europäer die Lage in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong ansprechen. China hat für die Millionenmetropole ein Sicherheitsgesetz verabschiedet, das scharf kritisiert wird.

Neben Merkel nehmen für die EU Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratspräsident Charles Michel an den Gesprächen teil. Merkel ist dabei, weil Deutschland derzeit die halbjährlich rotierende EU-Ratspräsidentschaft innehat./aha/DP/fba