BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Präsidentin des EU-Parlaments, Roberta Metsola, hat Polen und Bulgarien bei Russlands Gas-Lieferstopp Unterstützung angeboten und erneut ein vollständiges Energie-Embargo gefordert. "Die EU wird sich nicht erpressen lassen", sagte Metsola in einem Tweet am Mittwoch. Polen, Bulgarien und andere betroffene Staaten würden Unterstützung finden.

Zudem forderte das Europaparlament laut Metsola ein unverzügliches, paneuropäisches Embargo von Energielieferungen, die vom Kreml kontrolliert würden. Das EU-Parlament hat sich in der Vergangenheit bereits dafür ausgesprochen, auch wenn die Sanktionen Sache der Länder sind.

Auch EU-Ratspräsident Charles Michel verurteilte Russlands Lieferstopp. "Gazproms Entscheidung, Lieferungen an einige EU-Mitgliedstaaten zu stoppen, ist ein weiterer aggressiver, unilateraler Schritt von Russland", schrieb Michel auf Twitter. Er sei in Kontakt mit dem polnischem Premierminister Mateusz Morawiecki und dem bulgarischen Regierungschef Kiril Petkow. "Wir werden zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen, während wir die russischen Energieimporte abbauen."/dub/DP/zb