BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Staaten haben im vergangenen Jahr in etwa so viele Aufenthaltsgenehmigungen erteilt wie vor der Corona-Krise. 2021 lag die Zahl bei 2,95 Millionen, wie die EU-Statistikbehörde Eurostat am Dienstag mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr, als in der EU die Corona-Krise ausbrach, war das ein Plus von 31 Prozent. Aufenthaltsgenehmigungen können Nicht-EU-Bürger etwa zum Arbeiten, zum Studieren, aus familiären Gründen oder für internationalen Schutz gewährt werden.

Allein Polen erteilte den Angaben zufolge im vergangenen Jahr ein Drittel der Aufenthaltsgenehmigungen (967 300), gefolgt von Spanien (371 800) und Frankreich (285 200).

Als eines von wenigen Länder verzeichnete die Bundesrepublik einen deutlichen Rückgang um 41 Prozent auf 185 200 positive Bescheide.

Den größten Teil der Empfänger machten 2021 Ukrainerinnen und Ukrainer aus (875 800). Von ihnen kamen 83 Prozent nach Polen./wim/DP/jha