Der Chart von EUR / USD offenbarte bereits seit geraumer Zeit einige Risiken für den Euro auf der Unterseite. Die Handelsspanne von 1,12 bis 1,14 US-Dollar war zwar bis vor kurzem noch weitgehend intakt, doch das Handelsgeschehen verlagerte sich zuletzt zunehmend in den unteren Bereich der Range. Zwangsläufig nahm der Druck auf die eminent wichtige Unterstützung bei 1,12 US-Dollar zu, die bislang das Abwärtspotential eindämmte. Um beim sprachlichen Bild zu bleiben: Nun droht offenbar der Dammbruch, denn der Euro tauchte kürzlich unter die 1,12 US-Dollar ab.

Dass in der Eurozone nicht unbedingt eitel Sonnenschein herrscht und die Stimmung in der Wirtschaft mau ist und deren Lage insgesamt fragil wirkt, dokumentier(t)en nicht nur die aktuellen Konjunkturdaten. Die gestern veröffentlichten ifo-Daten zur Lage und zu den Aussichten der deutschen Wirtschaft enttäuschten und setzten dem Euro gehörig zu. Doch nicht nur deutsche Daten verfehlten die Erwartungen. Weitere Daten aus Frankreich und Belgien schlugen gestern in die gleiche Kerbe. Bereits vor Ostern sorgten darüber hinaus die Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone für das verarbeitende Gewerbe und für den Dienstleistungssektor für Ernüchterung.

In EUR / USD könnte unter fundamentalen Aspekten weiter Bewegung kommen, denn noch heute (Donnerstag) stehen in den USA mit der wöchentlichen Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung als wichtiger Indikator für den monatlichen Arbeitsmarktbericht und den Auftragseingängen langlebiger Güter wichtige Zahlen an. Morgen (Freitag) geht es dann munter weiter mit wichtigen US-Daten. Kurzum: Sollte sich die im Vergleich zur Eurozone robuste Verfassung der US-Wirtschaft durch die anstehenden Daten weiter bestätigen, könnte es für den Euro gegen den US-Dollar noch einmal heikel werden. Manifestiert sich der Bruch der 1,12 US-Dollar, dann könnte unter charttechnischen Aspekten eine Fortsetzung der Bewegung bis in den Bereich von 1,10 US-Dollar drohen. Nur eine rasche Rückkehr des Euro über die 1,12 US-Dollar würde hier für Entlastung sorgen. Aktuell scheint jedoch der Greenback das Momentum auf seiner Seite zu haben.

Doch der Euro ist nicht nur gegen den US-Dollar in die Bredouille geraten. Auch gegen den Yen bahnt sich eine neue Schwäche an. Wir konzentrieren uns an dieser Stelle einmal auf die charttechnischen Aspekte von EUR / JPY. Aktuell nimmt der Euro seine wichtige Unterstützung bei 125,0 JPY ins Visier. Hält diese dem Druck nicht Stand, droht auch in diesem Fall die Fortsetzung der Abwärtsbewegung in Richtung 123,8 JPY.


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