FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Montag nur vergleichsweise wenig bewegt. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1578 US-Dollar gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am frühen Morgen. Der Euro hielt sich damit knapp über dem tiefsten Stand seit 15 Monaten. In der vergangenen Woche war der Euro zeitweise bis auf 1,1529 Dollar gefallen und damit auf den niedrigsten Kurs seit Juli 2020. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1574 (Freitag: 1,1569) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8640 (0,8644) Euro.

Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Wochenstart. Damit bleiben die Reaktionen am Devisenmarkt auf den enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag weiter vergleichsweise verhalten. Im Handelsverlauf standen außerdem nur wenige wichtige Konjunkturdaten aus der Eurozone auf dem Programm, an denen sich die Anleger orientieren konnten. Aus den USA kamen am Nachmittag ebenfalls keine Impulse. Hier wurden keine Konjunkturdaten veröffentlicht.

Dagegen konnte das britische Pfund im Handel mit dem US-Dollar leicht zulegen. Die Finanzmärkte rechnen immer stärker mit einer baldigen Zinserhöhung in Großbritannien. Am Wochenende taten sich gleich zwei britische Zentralbanker mit offensiven Bemerkungen hervor. Notenbankchef Andrew Bailey warnte in einem Zeitungsinterview vor einer schädlichen Episode mit hohen Inflationsraten, falls die Geldpolitik nicht rechtzeitig agiere.

Noch deutlicher äußerte sich Notenbankmitglied Michael Saunders, der für eine straffe geldpolitische Linie bekannt ist. Die Finanzmärkte lägen richtig, wenn sie raschere Zinsanhebungen der Bank of England erwarteten als noch vor einiger Zeit, sagte Saunders.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84878 (0,84890) britische Pfund, 130,70 (129,32) japanische Yen und 1,0722 (1,0734) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1758 Dollar gehandelt. Das war rund ein Dollar mehr als am Freitag./jkr/he