BRÜSSEL (dpa-AFX) - Nach jahrelangem Vorlauf nimmt die Europäische Staatsanwaltschaft am Dienstag ihre Ermittlungsarbeit gegen Betrug mit EU-Geldern auf. Bei der neuen Strafverfolgungsbehörde machen zunächst 22 der 27 EU-Staaten mit. Ziel ist, Straftaten zulasten des EU-Haushalts und damit der Steuerzahler einzudämmen.

Die Europäische Staatsanwaltschaft war bereits 2017 beschlossen worden. Sie hat ihren Sitz in Luxemburg. Geleitet wird die Behörde von der rumänischen Generalstaatsanwältin Laura Codruta Kövesi. Die teilnehmenden Staaten entsenden Staatsanwälte. Aus Deutschland gehört der Rostocker Oberstaatsanwalt Andrés Ritter dazu. Die EU-Kommission rechnet damit, dass jährlich etwa 3000 Fälle untersucht werden./vsr/DP/nas