FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone hat sich zu Beginn des Jahres nicht verändert. In der Bilanz für Januar, die den volkswirtschaftlichen Austausch mit Ländern außerhalb des Währungsraums abbildet, stagnierte der Überschuss und lag wie im Monat zuvor bei 23 Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Analysten hatte die Entwicklung in etwa erwartet.

Das stärkste Plus zeigte sich im Bereich Dienstleistungen mit einem Überschuss von 16 Milliarden Euro. Der Überschuss im Warenhandel betrug 14 Milliarden Euro.

Dagegen gab es ein Defizit von 13 Milliarden Euro in der sekundären Einkommensbilanz. In dieser Teilbilanz werden grenzüberschreitende Zahlungen erfasst, denen keine unmittelbaren Leistungen des Auslands gegenüberstehen. Darunter fallen beispielsweise Zahlungen an internationale Organisationen und Leistungen im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit.

In der Leistungsbilanz werden der Waren- und Dienstleistungsverkehr sowie Einkommensübertragungen abgebildet. Üblicherweise weist die Eurozone einen hohen Überschuss in ihrer Leistungsbilanz aus. In Krisenzeiten kann es aber zu stärkeren Schwankungen kommen, insbesondere in der Handelsbilanz./jkr/bgf/mis