LUXEMBURG (dpa-AFX) - Die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone haben im April stärker als erwartet nachgegeben. Gegenüber dem Vormonat fielen die Erlöse saisonbereinigt um 3,1 Prozent, wie das europäische Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte. Analysten hatten im Schnitt nur einen Rückgang um 1,5 Prozent erwartet. Allerdings wurde der Anstieg aus dem März von 2,7 Prozent auf 3,3 Prozent nach oben revidiert.

Im Vergleich zum April des Vorjahres stiegen die Umsätze um 23,9 Prozent. Es war von Analysten ein Anstieg um 25,0 Prozent erwartet worden. Der Einzelhandel war im April des Vorjahres stark durch die Corona-Krise belastet worden.

Im Jahresvergleich legten vor allem die Umsätze mit Motorenkraftstoffen zu. Die Umsätze im Versand- und Interneteinzelhandel stiegen außerhalb des Nahrungsmittelsektors im Jahresvergleich zwar auch deutlich. Aber nicht mehr so stark wie in den Vormonaten, da bereits im April des Vorjahres der Versandhandel durch die Corona-Krise stark an Bedeutung gewonnen hatte./jsl/bgf/jha/