LUXEMBURG (dpa-AFX) - Der Handelsbilanzüberschuss der Eurozone mit der restlichen Welt ist im April stärker als erwartet gefallen. Gegenüber dem Vormonat ging der saisonbereinigte Handelsüberschuss der 19 Euroländer von 18,6 Milliarden auf 15,3 Milliarden Euro zurück, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Experten hatten im Schnitt mit einem Ausfuhrüberschuss von 17,0 Milliarden Euro gerechnet.

Die Exporte fielen im Vergleich zum Vorjahr saisonbereinigt um 2,5 Prozent. Die Importe gingen mit 0,9 Prozent schwächer zurück.

Die Europäische Union wies erstmals seit Juni 2018 einen Handelsüberschuss aus. Er lag bei 0,6 Milliarden Euro. Im Vormonat hatte das Defizit noch bei 0,9 Milliarden Euro betragen. Das größte Defizit verzeichneten im April die Niederlande. Den mit Abstand höchsten Handelsüberschuss in der EU weist weiterhin Deutschland mit 15,4 Milliarden Euro auf.

Den weitaus größten Überschuss verbucht die EU im Handel mit den USA. In den ersten vier Monaten des Jahres wurden dorthin für 48,2 Milliarden Euro mehr Waren geliefert als von dort bezogen. Gegenpol ist China, mit dem ein Handelsdefizit von 62,0 Milliarden Euro verzeichnet wurde./jsl/bgf/jha/