ESSEN (dpa-AFX) - Robuste Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit der Pharma- und Lebensmittelbranche haben beim Spezialchemiekonzern Evonik die Folgen der Autokrise ein Stück weit gemildert. So fragten Kunden im zweiten Quartal Zusatzstoffe für Hygiene- und Körperpflegemittel rege nach, und auch das Geschäft mit Tierfuttereiweißen sowie mit Materialien für Windkraftanlagen lief gut. Hinzu kamen Kostensenkungen. Das bereinigte operative Ergebnis fiel im Jahresvergleich zwar um 19 Prozent auf 456 Millionen Euro, wie Evonik am Dienstag in Essen mitteilte. Damit übertraf der MDax-Konzern aber die in den letzten Wochen nach optimistischen Äußerungen des Konzernchefs Christian Kullmann gestiegenen durchschnittlichen Analystenschätzungen. Unter dem Strich blieb im zweiten Quartal mit 114 Millionen Euro halb so viel hängen wir vor einem Jahr. Der Umsatz sank um 14 Prozent auf 2,83 Milliarden Euro. Im Gesamtjahr sollen weiterhin ein Umsatz von 11,5 bis 13,0 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,7 bis 2,1 Milliarden Euro erreicht werden./mis/zb