Gerade erst hatte sich die Aktie von Evotec deutlich erholen können, schon geht es wieder deutlich abwärts. Das Papier ist mit einem Minus von 12,26 Prozent der mit Abstand größte Verlierer im MDAX und der Topverlierer des Tages. Eine doppelte Abstufung von der US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Aktie von Evotec massiv unter Druck gesetzt.

Zweifache Abstufung

Die Einschätzung der US-Investmentbank Morgan Stanley verdüstert die Aussicht auf die Evotec-Aktie. Deshalb setzte Analyst James Quigley in einer am Mittwoch vorliegenden Studie die Papiere des Wirkstoffforschers gleich um zwei Stufen von „Overweight“ auf „Underweight“ herab. Evotec sei nun die von ihm am wenigsten bevorzugte Aktie im europäischen Life-Science-Sektor, betonte er. Zudem kappte der Experte sein Kursziel von 42 auf 32 Euro, blieb damit aber immer noch deutlich über dem aktuellen Kurs von 24,04 Euro.

Der Analyst rechnet mit einer schlechten Kursentwicklung bei sinkenden Markterwartungen für das operative Ergebnis (Ebitda) der Jahre 2023 und 2024. Seine Schätzungen für die beiden Jahre lägen hier 6 Prozent beziehungsweise 10 Prozent unter den Konsensprognosen. Gründe für die niedriger erwartete Gewinndynamik seien insbesondere gestiegene Investitionen. Das „Innovationsmomentum“ aus der Forschungspipeline dürfte erst 2024/25 oder sogar noch später einsetzen, so Quigley.

Die Evotec Aktie

Die Aktien des Hamburger Wirkstoffforschers brechen zweistellig ein und landeten damit wieder unter ihrer 50-Tage-Linie. Im Handel verlieren die Evotec-Aktien 12,26 Prozent auf 24,04 Euro. In der Vorwoche hatten sie mit 29,71 Euro noch einen Höchststand seit Februar erreicht.

Evotec Aktie

Partnerschaft mit Alpine erweitert

Evotecs eigene Meldung vom heutigen Tag geht damit nahezu unter. Evotec und Alpine Immune Sciences gaben heute bekannt, dass Evotecs in Seattle, USA ansässige Tochtergesellschaft Just – Evotec Biologics eine mehrjährige Partnerschaft mit Alpine erweitert hat. Im Rahmen der Zusammenarbeit soll ein kommerzieller Prozess für ALPN-303 entwickelt werden, einer konstruierten TACI-Domäne mit erheblich verbesserter Wirksamkeit gegen die B-Zell-Zytokine BAFF und APRIL, die als potenzielle Behandlung gegen systemischen Lupus erythematodes(„SLE“) und andere B-Zell-vermittelte Entzündungs- und Autoimmunerkrankungen entwickelt wird.

/PG