FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Europäische Zentralbank (EZB) geht von einem schwächeren Wirtschaftswachstum und einer geringeren Inflation in der Eurozone aus. Besonders deutlich wurden die erwarteten Inflationsraten gesenkt, wie EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt mitteilte.

Im laufenden Jahr dürften die Verbraucherpreise um 1,2 Prozent steigen, im Jahr darauf um 1,0 Prozent. Bisher hatten die Erwartungen bei 1,3 und 1,4 Prozent gelegen. Für 2021 wird eine Rate von 1,5 anstatt bisher 1,6 Prozent erwartet. Die EZB strebt mittelfristig knapp zwei Prozent an.

Die Wachstumswartungen wurden für 2019 von 1,2 auf 1,1 Prozent reduziert. Für 2020 beträgt die Prognose 1,2 anstatt 1,4 Prozent. Im Jahr 2021 wird eine unveränderte Rate von 1,4 Prozent erwartet.

Draghi führte die erwartete Abschwächung unter anderem auf die vielen Handelskonflikte in der Welt und den damit verbundenen Protektionismus zurück. Die Prognosen der EZB werden vom Mitarbeiterstab erstellt und dienen dem EZB-Rat als Entscheidungshilfe./bgf/jkr/jha/