Der Edelmetallbereich bietet in diesen Tagen jede Menge Spannung. Die aktuelle Großwetterlage hat Gold (ISIN: XD0002747026), Silber (ISIN: XD0002746952) & Co. noch einmal kräftig durcheinandergewirbelt. Derzeit zeichnen sich zwei klare Tendenzen ab. Während Gold als sicherer Hafen (wieder bzw. weiter) gefragt ist und von der aktuellen Situation profitieren kann, haben es die „industrielastigen“ Edelmetalle – zu den unter anderem Silber zählt – derzeit schwer. Hier geht es eher darum, für Stabilität zu sorgen.

Bleiben wir zunächst bei Gold, dem Profiteur der aktuellen Gemengelage. Als die US-Notenbank am Dienstag (03.03.) die Senkung der Leitzinsen um 50 Basispunkte bekanntgab, waren sowohl Zeitpunkt als auch Umfang einigermaßen überraschend. Der US-Dollar geriet ob dieser Maßnahme an den Devisenmärkten erheblich unter Druck und knickte unter anderem gegen den Euro und den Yen deutlich ein.

Für Gold lieferte das hingegen einen positiven Impuls. Das Edelmetall konnte seine Korrektur vorerst stoppen und marschiert nun wieder in Richtung des letzten Bewegungshochs. Nun gilt es jedoch für das Edelmetall! Die Ausbildung eines Doppeltops ist tunlichst zu vermeiden. Insofern muss Gold über die 1.689 US-Dollar setzen. Im besten Fall marschiert es gleich über die 1.700 US-Dollar. Das Überschreiten der psychologisch relevanten Marke könnte Gold weiter stimulieren. Ein Wochenschluss oberhalb von 1.700 US-Dollar wäre aus bullischer Sicht aktuell das kurzfristige Idealszenario. Doch noch ist es nicht soweit. Noch heute stehen in den USA wichtige Konjunkturdaten an, die den US-Dollar noch einmal in die eine oder andere Richtung bewegen könnten. So werden unter anderem der US-Arbeitsmarktbericht für Februar und aktuelle Daten zur US-Handelsbilanz (beide nach Redaktionsschluss) erwartet. Obwohl sich die Perspektiven für Gold zuletzt deutlich aufgehellt haben, gilt es, die Unterseite nicht außer Acht zu lassen. Die Ausbildung neuer Bewegungstiefs ist zu vermeiden. Die zentrale Unterstützung sehen wir bei 1.550 US-Dollar. Sollte es darunter gehen, muss die Lage neu bewertet werden. Im Gegensatz zu Gold sieht es für Silber in diesen Tagen nicht ganz so rosig aus.

Kurzzeitig geriet Silber erheblich in Schieflage, als die Korrekturbewegung das Niveau von 16,5 US-Dollar (markantes Dezember-Tief) durchschlug. Wichtig war es daher, dass das Edelmetall den Schaden begrenzen und ausgehend von 16,4 US-Dollar einen Gegenstoß lancieren konnte. Damit verfügt Silber nun im Bereich von 16,5 / 16,4 US-Dollar über eine (vermeintlich) starke Unterstützung. Unter diese sollte es nicht gehen, anderenfalls muss die Lage neu bewertet werden. Mit aktuell 17,3 US-Dollar hat der Erholungsversuch eine wichtige Schaltstelle erreicht. Um das Erholungsszenario weiter zu befeuern, muss Silber nun über die Zone um 17,5 / 18,0 US-Dollar.

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