Mit der Art und Weise von Warren Buffett suchen die Morningstar-Analysten nach Burggräben, die ein Unternehmen vor seiner Konkurrenz schützen. Anfang Januar habe ich den VanEck Vectors Morningstar Global Wide Moat ETF (WKN: A2P6EP) vorgestellt, der die spannendsten Firmen dieser Recherche enthält. Neben einer fairen Bewertung bieten die Konzerne im ETF laut Morningstar signifikante Marktvorteile, die in den nächsten 20 Jahren Bestand haben werden. Auch der amerikanische Technologiekonzern Facebook (WKN: A1JWVX) gehört aus diesem Grund zu dem Depot.

Obwohl Facebook zu den Corona-Profiteuren zählt, hat das Papier in 2020 nur 11 % zulegen können. Laut Morningstar liegt die Unterbewertung bei ca. 20 %. Ein guter Grund, sich den Spezialisten für soziale Netzwerke und Kommunikation genauer anzusehen.

Aktuelle Trends rund um die Firma

Im vierten Quartal 2020 ist die Zahl der User, die im Monat zumindest einmal ein Produkt des Konzerns verwenden, auf 3,3 Mrd. gestiegen. Das sind 14 % mehr als noch vor einem Jahr. Der Umsatz pro Nutzer konnte im vierten Quartal sogar um 15 % gesteigert werden. Besonders erfreulich ist, dass im vierten Quartal 27 Cent der 8,62 US-Dollar nicht aus Werbung stammen. Sheryl Sandberg gab sich in der Konferenz dann auch zufrieden mit dem Start von Instagram Shopping. In meinen Augen ist dieses Produkt für Facebook von großer Bedeutung. Dadurch könnte das Unternehmen weniger abhängig von Werbeeinnahmen werden und Amazon (WKN: 906866) in seinem Kerngeschäft unter Druck setzen.

Daneben arbeitet man mit den VR-Brillen von Oculus an einem weiteren Standbein. Unter dem Strich steht damit ein Umsatz von 1,8 Mrd. US-Dollar im Geschäftsjahr, der nicht dem Werbegeschäft zugerechnet wird. Trotzdem ist Facebook aktuell noch ein One-Trick Pony, das allerdings äußerst erfolgreich ist. Der gesamte Umsatz konnte 2020 um 22 % gesteigert werden. Facebook erhöhte daneben die operative Marge von 34 % im Vorjahr auf 38 % im gerade beendeten Geschäftsjahr.

Facebook bleibt ein Basisinvestment

Die Analysten sehen den breiten Burggraben von Facebook durch die Netzwerkeffekte und dem Wissen über die Nutzer begründet. Auch wenn es immer wieder neue soziale Netzwerke und damit verbundene Trends gibt, sehe ich die Apps von Facebook als zentrale Bestandteile der modernen Gesellschaft. Für mich gibt es für Unternehmen auch keinen Weg an Facebook vorbei, wenn Firmen ihre Zielgruppen erreichen möchten.

Risiken bestehen durch stärkere Regulierungen der Datenübermittlung. Hier spielt zum einen die europäische Politik eine Rolle, welche den transatlantischen Datenaustausch beschneiden könnten. Daneben spielt vor allem Apple (WKN: 865985) eine bedeutende Rolle bei dem Thema. Der Apfel-Konzern möchte seinen Nutzern mehr Möglichkeiten geben, das Sammeln von Daten durch Drittanbieter wie Facebook zu unterbinden. Mark Zuckerberg sieht für das Vorgehen von Apple vor allem deren eigene Wettbewerbsinteressen und den Versuch, den eigenen Messengerdienst iMessage zu pushen. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass Facebook an diesem Thema zugrunde gehen wird und betrachte Facebook daher weiterhin als ein Basisinvestment.

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Florian Hainzl besitzt Aktien von Facebook. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. Randi Zuckerberg, eine frühere Leiterin der Marktentwicklung und Sprecherin von Facebook sowie Schwester von CEO Mark Zuckerberg, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon, Apple und Facebook und empfiehlt die folgenden Optionen: Short January 2022 $1940 Call auf Amazon und Long January 2022 $1920 Call auf Amazon.

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Autor: Florian Hainzl, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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