AUGSBURG (dpa-AFX) - Der FC Augsburg hat in der offenen Frage der Verteilung der Milliardensumme aus dem neuen TV-Vertrag auf den Wettbewerb in der Fußball-Bundesliga hingewiesen. "Im Sinne einer größeren Chancengleichheit, die der Gesamtheit der Bundesliga zu Gute kommen wird, muss über die Verteilung des Geldes zielführend und ergebnisoffen diskutiert werden", sagte Geschäftsführer Michael Ströll am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wenn der Verteilerschlüssel so bleibt, wie er ist, würde die Schere noch weiter auseinander gehen."

Bei der Auktion der Medienrechte durch die Deutsche Fußball Liga waren für die Spielzeiten 2021/22 bis 2024/25 insgesamt 4,4 Milliarden Euro und damit rund 240 Millionen Euro weniger als in dem aktuellen bis Juni 2021 laufenden TV-Vertrag erlöst worden. Das Ergebnis war angesichts der schwierigen Situation unter anderem durch die Corona-Pandemie auf viel Lob gestoßen.

"Es ist sicher ein vorzeigbares Ergebnis angesichts der aktuellen Umstände. Auch im Sinne der Fans hat die DFL bei der Vergabe Wert darauf gelegt, dass nicht zu viele Pay-TV-Liveverwerter den Zuschlag bekommen. Nur ein Anbieter war aufgrund der Auflage des Kartellamtes ausgeschlossen", sagte Ströll./kun/DP/jha