MAGDEBURG (dpa-AFX) - Die FDP hat nach ihrer Rückkehr in den Magdeburger Landtag bislang keine der möglichen Regierungskoalitionen mit ihrer Beteiligung offiziell ausgeschlossen. Einen Beschluss, für welche Bündnisse die Liberalen zur Verfügung stehen, gebe es bisher nicht, sagte ein Sprecher am Dienstag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die neue Landtagsfraktion werde sich im Laufe der Woche erstmals treffen und über die Folgen aus dem Wahlergebnis beraten.

Am Montag hatte das bereits der FDP-Landesvorstand getan, ohne aber eine Entscheidung über mögliche Koalitionen zu treffen. Der Landesvorstand der Grünen hingegen hatte beschlossen, nur für eine Koalition zur Verfügung zu stehen, die rechnerisch von ihren Stimmen abhängig wäre. Das wäre nur Schwarz-Gelb-Grün. In einer Neuauflage der schwarz-rot-grünen Koalition hätten CDU und SPD auch ohne Grüne eine Mehrheit, die Grünen lehnen diese Option deshalb ab.

Genauso würde es der FDP in einem Dreierbündnis mit CDU und SPD gehen. FDP-Spitzenkandidatin Lydia Hüskens hatte am Montag gesagt, die FDP werden nicht als "Komfortpartner" oder "Reserverad" in eine Koalition eintreten. Da die Partei das jedoch noch nicht ausgeschlossen hat, war Schwarz-Rot-Gelb am Dienstagnachmittag somit neben Schwarz-Rot und Schwarz-Gelb-Grün weiterhin eine von drei möglichen Koalitionen. CDU-Fraktionschef Siegfried Borgwardt forderte alle Gesprächspartner auf, offen in die Sondierungen einzutreten./afa/DP/stw