BERLIN/DRESDEN/ERFURT/MAGDEBURG (dpa-AFX) - Der Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst (FDP) hat die schleppende Auszahlung der Novemberhilfen des Bundes für Unternehmen in der Corona-Pandemie beklagt. "Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist gerade einmal ein Bruchteil der beantragten Hilfsgelder ausgezahlt. Die Unternehmen, die um ihre Existenz und die gefährdeten Arbeitsplätze kämpfen, werden durch eine unglaublich schwerfällige Bürokratie im Regen stehen gelassen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Herbst hält es für "absolut inakzeptabel", dass es offenbar keine funktionierende Software gibt, um die Antragsflut auf Novemberhilfen zeitnah abzuarbeiten: "Auch hier wurden offenbar keine Lehren aus den Fehlern der ersten Corona-Welle im Frühjahr gezogen und die Vorbereitungen auf die zweite Welle völlig verschlafen."

Herbst hatte im Bundestag den Stand der Auszahlung in den drei Ländern erfragt. Demnach wurden in Sachsen mit Stand 7. Dezember 6560 Anträge mit einem Volumen von insgesamt rund 86,5 Millionen Euro gestellt, aber nur knapp 13,8 Millionen Euro wurden bereits ausgezahlt. In Sachsen-Anhalt waren es 2327 Anträge über rund 31,8 Millionen Euro - zur Auszahlung gelangten etwa 6,4 Millionen Euro. In Thüringen gab es 2034 Anträge im Umfang von knapp 29,8 Millionen Euro, wovon gut 4,7 Millionen Euro ausgezahlt wurden./jos/DP/zb