Die gestrige Ankündigung der US-Notenbank Fed hat die Anleger in Gold und Silber getrieben. Die Notenbanker kündigten an, zusätzliche 40 Mrd. USD pro Monat in Ramschimmobilienanleihen zu stecken, den Bestand an längerfristigen Papieren um rund 85 Mrd. Dollar pro Monat zu erhöhen und den Leitzins bis 2015 auf dem aktuellen Rekordtief zu belassen. Und: Die Fed kündigte an, diese Maßnahmen so lange aufrecht zu erhalten, bis sich eine deutliche Besserung auf dem US-Arbeitsmarkt abzeichnet.

Daraufhin schoss der Goldpreis auf jetzt 1.773,40 und der Silberpreis auf aktuell 34,705 USD nach oben.

Die Analysten von TD Securities glauben zudem, dass die Erwartungen an eine durch diese Maßnahmen gestärkte US-Wirtschaft auch die Nachfrage nach Industriemetallen beflügeln könnte. Das engere Verhältnis von Angebot zu Nachfrage dürfte auch hier ihrer Ansicht nach die Preise wieder steigen lassen.

Aktuell jedenfalls legt neben Gold und Silber auch der Kupferpreis zu und steigt auf 8.219 USD pro Tonne, während der Platinpreis auf 1.679,50 USD pro Unze zulegte.

Nach Ansicht von TD Securities dürften aber Gold, Silber und die Metalle der Platingruppe zu den größten Gewinnern der Fed-Entscheidung gehören. Die Analysten glauben, dass der Goldpreis beispielsweise zum Jahresende hin deutlich über die Marke von 1.800 USD pro Unze steigen könnte. Auch dass das Edelmetall nun auf Tagesbasis bis auf 2.000 USD pro Unze oder mehr steigt, schließen die Experten nicht mehr aus.

Ihren Prognosen zufolge könnte Silber in den Bereich von 38 bis 40 USD steigen, Platin 1.900 USD pro Unze erreichen und auch der Palladium auf Tagesbasis bis zu 950 USD je Unze erreichen.

TD Securities glaubt zudem, dass das vielleicht wichtigste Merkmal der Fed-Ankündigung ist, dass die Notenbanker ihre Maßnahmen nicht mit einem fixen Enddatum versehen haben. Wichtig sei auch die Aussage der Fed - wichtig für Gold und andere Rohstoffe -, dass der Offenmarktausschuss davon ausgeht, dass diese Lockerung der Geldpolitik auch für erhebliche Zeit NACH den ersten Anzeichen einer Erholung der Wirtschaft angemessen sein wird. Das zeige, dass die Fed gewillt sei, Inflationsrisiken in Kauf zu nehmen.

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