WASHINGTON (dpa-AFX) - Fifa-Chef Gianni Infantino hat sich erneut zu Gesprächen mit US-Präsident Donald Trump getroffen. Wie der Fußball-Weltverband am Donnerstag mitteilte, wohnte der Schweizer am Dienstag (Ortszeit) zunächst der Unterzeichnung des Abkommens zwischen Israel, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain im Weißen Haus bei. Am Mittwoch sei es dann an gleicher Stelle um die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko gegangen, ehe Infantino einen Termin mit US-Justizminister William Barr wahrgenommen habe.

US-Behörden hatten die führende Rolle in den Ermittlungen gegen frühere Fifa-Funktionäre übernommen. Seit 2015 kam es in den Vereinigten Staaten zu mehreren Verhandlungen und Verurteilungen. "Seit meiner Wahl zum Präsidenten hat die Fifa bewiesen, dass sie entschlossen gegen Missbrauch vorgeht, der ihren Ruf in der Vergangenheit geschädigt hat", sagte Infantino. "Wir sind gewillt, mit den Behörden zusammenzuarbeiten und sie bei der Untersuchung und Verfolgung von Korruption zu unterstützen, denn diese hat im Fußball nichts zu suchen."

In der Schweiz war zuletzt ein Strafverfahren gegen Infantino eröffnet worden. Im Kern geht es dabei um geheime Treffen mit dem damaligen Bundesanwalt Michael Lauber. Der Vorwurf gegen Infantino lautet unter anderem Anstiftung zum Amtsmissbrauch. Zu seinem Treffen mit dem US-Justizminister sagte Infantino: "Neben ähnlichen Treffen meinerseits in der Schweiz stehen die Anwälte der Fifa wenn und wo immer nötig in regelmäßigem Kontakt mit Staatsanwälten und Strafverfolgungsbehörden."/mj/DP/men