FRANKFURT (dpa-AFX) - Bei den Flugbegleitern der Lufthansa wächst am Tag der Abstimmung über das staatliche Rettungspaket die Zuversicht. Nach dem Signal von Großaktionär Heinz Hermann Thiele, bei der außerordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag zuzustimmen, sowie der Einigung der Fluggesellschaft mit der Kabinengewerkschaft Ufo auf Einsparungen, schöpfen die Flugbegleiter neue Hoffnung.

"Ich bin optimistisch. Das ist das, was wir sein müssen", sagte Lufthansa-Flugbegleiterin Simone Matheis bei einer Demonstration am Frankfurter Flughafen am Donnerstagvormittag. "Es gibt ganz viele Menschen, die zittern und bangen. Es ist eben die Corona-Zeit, diese Pandemie haut alle von den Füßen. Wir müssen zusammenstehen."

Die Kabinengewerkschaft Ufo hatte sich in der Nacht zum Donnerstag mit der Lufthansa auf ein Krisen- und Absicherungspaket geeinigt. Es beinhaltet einen vierjährigen Kündigungsschutz für das Kabinenpersonal und Einsparmaßnahmen von mehr als einer halben Milliarde Euro bis Ende 2023.

"Ich glaube, dass die Einigung ein guter Kompromiss war", sagte Matheis. "Wir müssen etwas abgeben, wir müssen auf die Lufthansa zugehen, wir müssen erhalten bleiben. Es gibt keine andere Möglichkeit, ich sehe das als ein sehr gutes Zugeständnis."

Die Lufthansa-Flugbegleiter solidarisierten sich zugleich mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen Konzernteilen. "Wir sind hier um Präsenz und Solidarität mit unseren Kollegen von SunExpress und Germanwings zu zeigen. Wir hoffen sehr, dass das heute durchgeht. Es ist ein sehr wichtiger Tag für uns", sagte Flugbegleiterin Martina Hertell./sik/DP/jha