MÜNCHEN (dpa-AFX) - Auch im zweiten Corona-Jahr hat der Münchner Flughafen tiefrote Zahlen geschrieben. Der Verlust fiel 2021 mit 261 Millionen allerdings knapp ein Fünftel geringer aus, als der Rekordwert des Vorjahres. Entscheidender Faktor waren die Folgen der Pandemie, die den Flugverkehr und damit auch den Umsatz des Flughafens weiter massiv belasteten. Für das laufende Jahr erwartet Konzernchef Jost Lammers die Trendwende und eine starke Verbesserung. Eine Rückkehr zum Vorkrisenniveau sieht er allerdings erst 2024.

Vor allem das erste Halbjahr 2021 war schwach ausgefallen. Im Gesamtjahr kam der Flughafen auf 153 000 Starts und Landungen - das sind nur etwa 40 Prozent des Vorkrisenniveaus. In den Osterferien 2022 hatte der Flughafen dagegen bereits wieder 70 Prozent des Vorkrisenniveaus erreicht. Er glaube an starke Sommerzahlen, sagte Lammers am Dienstag. Eine konkrete Prognose zum Passagierzahlen oder Konzernergebnis gab der Flughafen allerdings nicht.

Der Umsatz des Flughafens lag 2021 mit 601 Millionen Euro zwar 21 Millionen höher als 2020. 2019 waren es allerdings noch 1,6 Milliarden. Auch bei den Mitarbeitern machte sich die Krise bemerkbar. Die Konzernbelegschaft am Flughafen München sank von 9962 Ende 2019 auf 8628 Ende 2021. Der Abbau sei ohne Kündigungen vonstatten gegangen, betonte ein Sprecher. Aktuell sind noch etwa 10 Prozent der Mitarbeiter von Kurzarbeit betroffen. Der Mai soll aber der letzte Monat sein, in dem der Flughafen dieses Instrument nutzt./ruc/DP/nas