BERN (dpa-AFX) - Schweiz-Reisende müssen bei der Einreise per Flugzeug künftig einen negativen Corona-Test vorlegen. Das beschloss die Schweizer Regierung am Mittwoch. Dies gilt auch für Reisende aus Deutschland. Die Tests würden vor dem Einsteigen geprüft. Neu werden

- ähnlich wie in Deutschland - auch die Kontaktdaten aller

Einreisenden erfasst, egal, ob sie mit Flugzeug, Bus, Bahn oder Schiff ankommen.

Die Regierung beschloss auch, mehr Tests durchzuführen. Künftig will der Bund unter bestimmten Umständen die Kosten dafür auch bei Personen tragen, die keine Symptome haben. Dies sei etwa der Fall, wenn lokale Behörden Massentests veranlassen oder solche Testreihen nach einem Ausbruch in einer Schule vorgenommen werden. Die Behörden wollen die Ausbreitung damit eindämmen. Sie gehen davon aus, dass mehr als die Hälfte der Infizierten keine Symptome haben, andere aber anstecken könnten.

Grenzgänger sollen - anders als von mehreren Parteien in den vergangenen Tagen gefordert - nicht systematisch getestet werden. Allein in der Region Basel reisen täglich 60 000 Pendler aus Deutschland und Frankreich ein.

Bei der Einreise aus Risikogebieten oder nach dem Kontakt mit Infizierten soll die Quarantäne künftig von zehn auf sieben Tage verkürzt werden können, wenn ein negatives Testresultat vorgelegt wird. Deutschland gilt nicht generell als Risikogebiet. Allerdings stehen auf der aktuellen Liste, die ab 1. Februar gilt, die Länder Sachen und Thüringen als Risikogebiete.

In den vergangenen 14 Tagen lag die Anzahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in der Schweiz bei 310,45. In Deutschland lag die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner am Mittwochmorgen bei 101. In der Schweiz wurden mehr als 520 Fälle von Infektionen mit der in Großbritannien aufgetauchten ansteckenderen Virusvariante nachgewiesen./oe/DP/fba