OLDENBURG (dpa-AFX) - Der Fotodienstleister Cewe blickt in Anbetracht der weiterhin hohen Unsicherheiten durch die Corona-Krise eher vorsichtig auf das laufende Geschäftsjahr. Zwar sollen Umsatz und operatives Ergebnis 2021 im Idealfall deutlich zulegen, sie könnten bei einem ungünstigen Pandemie-Verlauf im Vergleich zum Vorjahr aber auch sinken, wie das im Nebenwerteindex SDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Oldenburg bei der Vorlage ausführlicher Jahreszahlen mitteilte.

Demnach erwartet Cewe bei den Erlösen 2021 eine relativ große Spannbreite zwischen 710 und 770 Millionen Euro, nachdem sie im Vorjahr wegen der Corona-Krise nur leicht um rund 1 Prozent auf 727,3 Millionen Euro gestiegen waren. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erwartet Cewe zwischen 72 und 84 Millionen Euro. Im Vorjahr war das Ebit vor allem dank eines florierenden Weihnachtsgeschäfts trotz der Pandemie um mehr als 40 Prozent auf rund 80 Millionen Euro geklettert.

Unter dem Strich stand ein deutlich gesteigertes Nachsteuerergebnis in Höhe von rund 52 Millionen Euro, nach einem Überschuss von 31,7 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Trotz Corona konnten sich die Oldenburger vor allem auf ihr Fotofinishing-Geschäft verlassen, zu dem auch die bekannten Fotobücher gehören. Dagegen machten sich die Virus-Folgen sowohl im Einzelhandel als auch im Online-Druck negativ bemerkbar. Wie bereits bekannt, sollen die Aktionäre für 2020 eine Dividende von 2,30 Euro je Anteilsschein erhalten nach 2 Euro im Vorjahr./eas/stk