Dividendenaktien werden auch im nun angekommenen Börsenjahr 2020, vermutlich auch im nächsten Jahrzehnt up to date bleiben. Zuverlässige Ausschütter erfreuen sich schließlich einer stetigen, hohen Beliebtheit. Wohl auch, weil hinter den jeweiligen Aktien vom Grundsatz her stabile und etablierte Geschäftsmodelle stehen, zumindest in vielen Fällen.

Zwei Aktien, die zu diesem Kreis dazuzählen, sind die von Fresenius (WKN: 578560) und Unilever (WKN: A0JMZB). Allerdings ist das nicht alles, denn womöglich erhalten diese beiden zuverlässigen Ausschütter im neuen Börsenjahr 2020 sogar einen gewissen Kurskick.

Schauen wir im Folgenden daher einmal, was hier bei diesen beiden Aktien ansteht, beziehungsweise, was das für die Performance und auch die Investitionsthese dieser spannenden Dividendenperlen bedeuten könnte.

Unilever: Endlich … die Dividendenaristokratie!

Eine erste Aktie, die möglicherweise vor einem großen Schritt stehen könnte, ist zunächst die von Unilever. Der europäische Lebensmittel- und Konsumgüterproduzent, der vom Grundsatz her über ein defensives Geschäftsmodell verfügt, wird sich in diesem Jahr voraussichtlich krönen können. Denn allein dividendentechnisch dürfte ein bedeutender Schritt bevorstehen.

Unilever wird im Jahre 2020 nämlich voraussichtlich seine 25. jährliche Dividendenerhöhung in Folge bekannt geben können, was nichts weniger bedeutet, als dass die Aktie ein Mitglied im Kreis der Dividendenaristokraten wird. Alleine in den vergangenen zehn Jahren stieg dabei die Dividendensumme je Aktie von 0,77 Euro auf das derzeitige Niveau von über 1,64 Euro je Anteilsschein, wodurch sich hier die Ausschüttungshöhe innerhalb dieses Zeitraums mehr als verdoppelt hat. Das ist definitiv eine spannende Entwicklung, die hier nun gekrönt werden dürfte.

Ein solcher Meilenstein könnte auch dem Aktienkurs einen gewissen Kick verleihen, wobei Investoren dem operativen Geschäft womöglich mehr Aufmerksamkeit schenken sollten. In den letzten Wochen des vergangenen Jahres 2019 wurde das Management dieser defensiven und beinahe aristokratischen Dividendenperle nämlich vorsichtiger und rechnet lediglich mit einem Zuwachs am unteren Ende der ausgegebenen Prognose von 3 bis 5 %. Ein Knick in der Wachstumsgeschichte? Vielleicht. Allerdings auch möglicherweise eine spannende Chance, sich nun günstiger mit diesem Fastdividendenaristokraten auseinanderzusetzen.

Fresenius: Jetzt könnte ein Jahrzehnt des Wachstums beginnen

Eine zweite Aktie, die den Schritt hin zur Dividendenaristokratie bereits gemeistert hat, ist die von Fresenius. Der DAX-Gesundheitskonzern dürfte in der kommenden Dividendensaison schließlich bereits vor der 27. Erhöhung der eigenen Ausschüttung in Folge stehen, entsprechend ist dieser Meilenstein bereits realisiert. Jedoch ist es hier nicht die Dividende, die in den kommenden zwölf Monaten für Aufsehen sorgen könnte.

Fresenius hat im vergangenen Geschäftsjahr 2019 schließlich bereits ein starkes Ausrufezeichen gesetzt, indem die Umsätze im mittleren einstelligen Prozentbereich gesteigert werden konnten. Die Ergebnisse stagnierten zwar weiterhin, allerdings könnte das bereits ein erster Schritt zurück in die Wachstumsspur gewesen sein.

Das Management hat schließlich in Aussicht gestellt, in den kommenden Monaten und Quartalen wieder organisch in eine Ergebniswachstumsspur im mittleren einstelligen Prozentbereich zurückfinden zu wollen. Ein Wachstum, das durch anorganische Zukäufe noch einmal verstärkt werden könnte, wobei auch hier womöglich ein Knaller im Jahr 2020 lauert. Zumindest gemäß der eigenen Prognose, die die Verantwortlichen des Gesundheitskonzerns im vergangenen Börsenjahr 2019 abgegeben haben.

Womöglich wird Fresenius daher sowohl organisch als auch anorganisch seine Ergebnisse in den kommenden Quartalen verbessern können, was in Anbetracht eines derzeitigen Kurs-Gewinn-Verhältnisses von 13,6 ebenfalls zu einer Neubewertung führen könnte. Und zu weiteren Kursgewinnen, sofern diese Prognosen wirklich eingehalten wird.

Zwei spannende Aktien, die es im Auge zu behalten gilt!

Die Aktien von Unilever und Fresenius könnten daher zwei spannende Dividendenaktien sein, die es im Auge zu behalten gilt. Bei der einen steht zwar lediglich der Eintritt in die Dividendenaristokratie an, jedoch könnte auch hier das Bewertungsmaß in Anbetracht einer zuletzt etwas pessimistischeren Prognose vergleichsweise günstig sein.

Fresenius könnte hingegen wieder zurück in seine Wachstumsspur finden, was ebenfalls mit Kursaufschlägen quittiert werden dürfte, sofern dieses Vorhaben gelingt. Möglicherweise werden daher beide Aktien in den kommenden Wochen und Monaten durchstarten, Gründe hierfür könnte es jedenfalls durchaus geben.

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Vincent besitzt Aktien von Fresenius. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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