DRESDEN (dpa-AFX) - Sachsen schließt sich den bundesweiten Regeln zum Corona-Lockdown an und schärft dafür seine Landesverordnung nach. Demnach müssen Friseure im Freistaat ab Mittwoch schließen, teilte das Wirtschaftsministerium am Montag mit. Bisher waren sie von den Schließungen ausgenommen. "Wir wissen, dass die laufenden und geplanten Einschränkungen dem Handwerk, dem Handel und jedem einzelnen Bürger viel Kraft und Durchhaltevermögen abverlangen", so Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD). Oberstes Gebot sei es jedoch, Menschenleben zu retten und das Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten. "In weiten Teilen Sachsens ist dies inzwischen schwer." Daher werden vom 16. Dezember bis zum 10. Januar 2021 "nicht notwendige körpernahe Dienstleistungen" untersagt.

Auch bei der Weihnachtsregelung will Sachsen nachbessern, hieß es aus der Staatskanzlei. War bisher vorgesehen, dass sich über die Weihnachtsfeiertage zehn Menschen treffen konnten, dürfen nun lediglich vier weitere Personen aus dem engsten Familienkreis zum eigenen Haushalt hinzukommen. In Form eines Umlaufbeschlusses sowie am Dienstag im Kabinett sollen die beiden Punkte in der Landesverordnung den bundesweiten Regeln angepasst werden, hieß es.

In Sachsen gilt bereits ab Montag und damit zwei Tage früher als in Deutschland ein harter Lockdown. Kitas, Schulen und zahlreiche Geschäfte im Einzelhandel haben geschlossen./raz/DP/stw