Die GameStop-Aktie (WKN: A0HGDX) setzt auch in der neuen Handelswoche ihre bemerkenswerte Performance fort. Um zwischenzeitlich rund 20 % klettern die zuletzt gehypten Aktien. Das zeigt: Das Momentum und die Volatilität sind noch nicht vorbei.

Es gibt jedoch auch weitere Zahlen, die eines sehr deutlich unterstreichen: Eine Aktie zu shorten kann dich ruinieren. Sowie möglicherweise auch einige institutionelle Investoren und Hedgefonds. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Foolishe Investoren wissen müssen. Und warum 19,75 Mrd. US-Dollar gegen das Leerverkaufen sprechen.

GameStop-Aktie: 19,75 Mrd. Gründe gegen Short

Wie unter anderem der Nachrichtendienst Reuters berichtet, hat wirklich eine Menge Shortseller und Hedgefonds einen gigantischen Verlust mit dem Leerverkaufen der GameStop-Aktie eingefahren. Ein Analyst rechnet dabei vor, dass sich dieser insgesamt auf 19,75 Mrd. US-Dollar beläuft. Ein großer Teil davon trifft den Hedgefonds Melvin.

Wie groß hier der Verlust ist? Das zeigt ein weiteres Rechenbeispiel: Demnach hat Melvin durch den Short der GameStop-Aktie alleine 4,5 Mrd. US-Dollar mit dem Leerverkauf der Aktie verloren. Das entspricht je nach Sichtweise ca. der Hälfte des Vermögens, das der Hedgefonds verwaltet. Wirklich eine verheerende Bilanz, die dieser „Big Short“ auf das Portfolio und den Hedgefonds hat. Andere Hedgefonds haben offenbar finanziell unter die Arme gegriffen.

Natürlich handelt es sich hierbei um ein paar sehr extreme Zahlenbeispiele. Allerdings gibt es eine Lehre, die wir hieraus ziehen können. Für mich ist das: Shorte keine Aktie.

Was ist das Problem an einem Short?

Das Problem an einem Short beziehungsweise dem Leerverkauf einer Aktie ist das folgende: Es gibt keine Verlustbegrenzung wie beim Kauf einer Aktie. Wenn du der Überzeugung bist, dass die GameStop-Aktie wieso auch immer Potenzial hat und long investierst, so ist das Schlimmste, das passieren kann, dass die Aktie wertlos wird. Oder auf 0 fällt.

Bei der GameStop-Aktie und den Leerverkäufern ist allerdings das Folgende passiert: Die Aktie hat sich von zunächst rund 15 Euro auf derzeit über 300 Euro ver-20-facht. Wenn du an dieser Stelle die Aktie leerverkauft hättest, so würde sich dein Minus auf 1.900 % belaufen. Das heißt, die Verluste sind im Endeffekt unbegrenzt. Möglicherweise gibt es einen Margin Call deines Brokers. Oder andere Positionen werden im Fall der Fälle zwangsliquidiert.

Eine Aktie zu shorten bietet daher maximal 100 % Performance, wenn sie wertlos wird. Aber im Extremfall eine Verlustmöglichkeit von über 100 %. Die GameStop-Aktie, die betroffenen Hedgefonds und die 19,75 Mrd. US-Dollar zeigen das sehr deutlich.

GameStop-Aktie: Für mich ein „Nichts“

Ich bleibe jedenfalls weiterhin dabei: Ich shorte nicht. Zudem positioniere ich mich nicht bei der GameStop-Aktie. Das Risiko ist mir insgesamt zu hoch, wobei das sowohl eine Long- wie auch eine Short-Position betrifft.

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Vincent besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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