Eines können wir mit Sicherheit sagen: Die GameStop-Aktie (WKN: A0HGDX) wird vermutlich in jedem Börsenrückblick des Jahres 2021 auftauchen. Die Performance seit Jahresanfang ist enorm, genauso wie die Tragweite dieses Short-Squeeze. Das lässt möglicherweise auch auf größere Euphorie an der Börse schließen.

Die GameStop-Aktie ist für mich jedoch vor allem eines: Ein lehrreiches Beispiel, wie die Börsen im Extremfall agieren können. Hier sind drei Lektionen, die ich aus diesem Höhenflug mitnehme.

Lektion 1: Es kann jede Aktie treffen

Ja, es hat ausgerechnet die GameStop-Aktie getroffen und das ist wirklich bemerkenswert. Bemerkenswert vor allem deshalb, weil die Ausgangslage eigentlich (für mich als unternehmensorientierten Investor) wenig attraktiv ist. Das Filialgeschäft kriselt, die Nische ist möglicherweise eher klein. Der E-Commerce macht lediglich einen kleinen Teil des operativen Erfolgs aus. Immerhin, einen stark wachsenden im Vorweihnachtsquartal.

Das zeigt mir: Ein solches Momentum kann potenziell jede Aktie treffen. Von einer intakten Wachstumsgeschichte, die möglicherweise gehypt wird. Oder aber von einem ehemaligen Rohrkrepierer, der einfach ein Momentum aufweist. Und wenn es bloß eine hohe Quote von Leerverkäufern ist.

Die Lektion dahinter ist daher eigentlich recht simpel: Als Foolisher Investor sollte man vielleicht nicht versuchen, solche Chancen zu identifizieren. Denn, wie gesagt: Es kann jede Aktie treffen. Das erschwert die Auswahl ungemein.

GameStop-Aktie: Merkwürdiger Auslöser

Zudem hat es bei der GameStop-Aktie einen wirklich merkwürdigen Auslöser für diese Rallye gegeben. Um es mal salopp zu sagen: Es war ein wirklich eher gemischtes Quartalszahlenwerk mit einem Umsatzwachstum von unter 5 %. Sowie ein hohes Short-Interesse an der Aktie. Das mag einen Teil der Plusperformance rechtfertigen. Jedoch nicht eine Performance, die einer Ver-18-fachung entsprach.

Wir können das als weiteres Kuriosum verbuchen. Für Foolishe Investoren gilt jedoch auch: Ein solches Momentum ist eine Gefahr. Die GameStop-Aktie dürfte daher wohl für unternehmensorientierte Investoren inzwischen zu einem roten Tuch geworden sein. Dem man, im Gegensatz zu einem Stier, jedoch nicht nachjagen sollte. Das Risiko ist jedenfalls hoch.

Vielleicht das Wichtigste: Ich mache nicht mit

Das alles führt unterm Strich zu einer wesentlichen Erkenntnis bei der GameStop-Aktie: Wenn es jede Aktie treffen kann und fragwürdige Auslöser ausreichen, dann mache ich da nicht mit. Das ist weder unternehmensorientiert noch auf langfristigen Vermögensaufbau ausgelegt. Werte, für die ich als Foolisher Investor einstehe. Auch wenn eine Ver-18-fachung im Portfolio natürlich nicht verkehrt wäre.

Die hole ich mir jedoch auch, bloß auf andere Art und Weise. Mit einem langfristig orientierten Vermögensaufbau, echten Werten und einem unternehmensorientierten Ansatz mit viel Wachstumspotenzial. Das mag auch nicht in jedem Fall ein Treffer sein. Jedoch bin ich überzeugt, dass ich damit die Trefferquote doch sehr deutlich erhöhen kann.

GameStop-Aktie: Ein lehrreiches Beispiel!

Die GameStop-Aktie ist daher für mich vor allem eines: ein lehrreiches Beispiel. Die Performance ist bemerkenswert, aber gefährlich. Deshalb ist das vielleicht Wichtigste, dass man nicht auf solche Aktien achten sollte oder versuchen, solche „Chancen“ zu identifizieren.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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