Das Papier der Videospielkette GameStop, die zu einem Symbol einer Machtprobe zwischen Hedgefonds und den Kleinanlegern geworden ist, fiel am Dienstag vorübergehend um etwa 60 Prozent. Am Montag fielen die Kurse an der Frankfurter Wertpapierbörse um rund 30 Prozent. Nach dem Börsencrash am Dienstagnachmittag gab es jedoch einen leichten Aufwärtstrend und die Aktie notiert derzeit mit einem Minus von 50,45 Prozent bei  111,00 Euro. Am vergangenen Donnerstag lag der Aktienkurs weit über 400 Euro und Anfang Januar bei 14 Euro.

Kleinanleger gegen Hedgefonds

In den letzten Wochen waren Aktien von Gametop bei Reddit-Usern besonders beliebt. Damit widersetzten sie sich den sogenannten Leerverkäufern wie Citron Research und Melvin Capital und setzten stark auf den Preisverfall des Unternehmens. Infolgedessen sind die Aktienkurse gestiegen und einige Hedgefonds haben enorme Verluste erlitten. Derzeit ist die Rede von circa 20 Milliarden US-Dollar Minus. 

Mittlerweile hätten Leerverkäufer ihre Positionen in GameStop-Aktien jedoch erheblich reduzierten. Die Shortseller hätten ihre Quote derzeit auf 53 Prozent der handelbaren Aktien gesenkt.

Von Reddit zur Börse 

Es wird deutlich, dass in der r/wallstreetbets-Community auf der Social Media Plattform  Reddit, die wohl den Kern der Investorenbewegung darstellt, viele Menschen offenbar weiterhin ausschließlich auf den Kauf und das Halten von Gametop-Papieren angewiesen sind. In einem kontroversen Artikel werden Hedgefonds beschuldigt, die Preise künstlich gesenkt zu haben. Parallel gab es Handelsbeschränkungen für GameStop-Aktien auf Tradingplattformen, wie Robinhood. 

Handelsbeschränkungen als letzte Aushilfe

Die Handels-App Robinhood gab bekannt, dass sie auch 2,4 Milliarden US-Dollar von Investoren gesammelt hat. Das amerikanische Unternehmen sagte in seinem Unternehmensblog, dass die kürzlich eingeworbenen Mittel, einschließlich der Kapitalzuführung vom vergangenen Freitag, nun 3,4 Milliarden US-Dollar erreicht haben. Angesichts des jüngsten spekulativen Booms sieht sich Robinhood einem zunehmenden Druck ausgesetzt, Sicherheiten für das große Volumen der über die App verarbeiteten Transaktionen zu erhalten.