Die GameStop-Aktie (WKN: A0HGDX) ist inzwischen wieder sehr deutlich in den Korrekturmodus getreten. Während ich diese Zeilen schreibe, notiert die Aktie noch auf einem Aktienkursniveau von 116 Euro. Das entspricht einem Minus von über 43 % alleine am Dienstag dieser Woche.

Wenn wir das jüngste Hoch in den Fokus rücken, so würde das Minus noch bemerkenswerter. In der Spitze konnte die GameStop-Aktie einen Aktienkurs von über 419 Euro feiern. Seitdem hat sich dieser Hot Stock inzwischen um rund 72,3 % vergünstigt.

Was sagt uns das zur GameStop-Aktie? Erstens, dass solche Hot Stocks immer mit etwas Vorsicht genossen werden sollten. Zum anderen aber auch, dass es immer einen Zeitpunkt gibt, an dem die greater fools ausgehen. Hier ist mein vorläufiges Zwischenfazit:

GameStop-Aktie: Jede Party findet ein Ende

Es wirkte zunächst wie ein Märchen, das dem eines Davids im Kampf gegen Goliath gleicht. Wobei es zugegebenermaßen viele Davids gewesen sind, die sich gegen Hedgefonds und Shortseller zusammengetan haben. Und denen einmal ordentlich zeigen wollten, wo der Hammer hängt.

Doch irgendwann flacht die Dynamik natürlich auch im Kreise dieser Händler ab. Erstens, weil einige, die früh auf den Wir-zeigens-ihnen-Zug aufgesprungen sind, ihre Ideale vermutlich über Bord werfen. Eine Rendite von weit über 1.000 % erscheint schließlich zu verlockend, um sie verstreichen zu lassen.

Zweitens aber auch, weil sich einfach keine weiteren Käufer mehr finden lassen. Teilweise, weil das ideale Geld vermutlich ausgegangen ist. Das führt ebenfalls zu einem Teil der Abwärtsdynamik. Drittens glaube ich aber ebenfalls, dass sich einige Idealisten auch denken, dass sie nicht mehr investieren wollen. Niemand will schließlich das letzte Glied in der Kette dieser Käufer der GameStop-Aktie sein. Das dürfte dazu geführt haben, dass die Party hinter der GameStop-Aktie inzwischen zu Ende ist. Wobei einige Broker zudem auch die Reißleine gezogen haben.

Keine greater fools mehr …?

Das führt uns wiederum zu einem anderen Aspekt, den wir bei der GameStop-Aktie anführen können: Es gehen die greater fools aus. Das heißt, es gibt einfach keinen mehr, der noch bereit ist, in dieses Wertpapier zu investieren. Sei es, weil sie investiert sind und die Reißleine ziehen. Oder aber, weil es einfach keinen Idealisten mehr gibt. Oder aber, weil selbst die Idealisten ein wenig Muffensausen bekommen haben.

Zumal die GameStop-Aktie unternehmensorientiert alles andere als besonders attraktiv ist. Das Unternehmen fängt, wenn überhaupt, gerade erst an, im E-Commerce eine Größe zu werden. Derzeit fußt operativ ein Großteil des Erfolgs noch auf dem stationären Einzelhandel. Das dürfte auch dazu führen, dass manchem Zweifel an der Wachstumsthese gekommen sind.

GameStop-Aktie: Ende des Schwanengesangs …?

Die GameStop-Aktie könnte daher noch weiter korrigieren. Das, was danach passiert, könnte das eigentliche Fiasko werden. Wenn es keine greater fools mehr gibt, werden einige Investoren sich ein weiteres Mal die Pfoten ordentlich verbrennen. Hoffentlich geht das nicht ein weiteres Mal auf Kosten der Börsenkultur.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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